08 June 2026, 08:10

30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Straßen und mehr Investitionen

30.000 Menschen bei Fahrrad-Demonstration

30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Straßen und mehr Investitionen

Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer strömten am Sonntag auf Berlins Straßen, um an der jährlichen Sternfahrt teilzunehmen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Veranstaltung, auch bekannt als Star Ride, führte zu temporären Straßensperrungen, während sich die Teilnehmer am Großen Stern, dem Kreisverkehr in der Nähe der Siegessäule, versammelten.

Die Sternfahrt ist seit langem eine Demonstration für bessere Radbedingungen. Jedes Jahr fahren die Teilnehmenden auf etwa 20 verschiedenen Routen durch die Stadt, bevor sie sich im Zentrum treffen. Diesmal mussten Autofahrer Umleitungen in Kauf nehmen, da für die Kundgebung wichtige Straßen gesperrt wurden.

Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, forderte die Verkehrsbehörden auf, die Sicherheit von Radfahrenden Priorität einzuräumen. Sie betonte, dass Radfahren jeden Tag sicher und komfortabel sein solle – nicht nur an Protesttagen. Alber verlangte zudem mehr Investitionen in Radwege und warnte vor Haushaltskürzungen, die den Fortschritt ausbremsen könnten.

Seit Jahrzehnten nutzt der ADFC die Sternfahrt, um auf den Ausbau der Radinfrastruktur zu drängen. Indem die Veranstaltung als Demonstration angemeldet wird, erobern Radfahrende die Straßen rechtmäßig zurück und machen ihre Forderungen gegenüber der Politik sichtbar.

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Die Kundgebung unterstrich die anhaltenden Appelle für ein sicheres, gut finanziertes Radwegenetz. Mit 30.000 Teilnehmenden zeigte die Sternfahrt die starke öffentliche Unterstützung für eine bessere Radinfrastruktur. Nun warten die Organisatoren auf Reaktionen der Stadtplaner zu ihren Forderungen nach mehr Förderung und Ausbau.

Quelle