28 December 2025, 11:04

39-Jährige veruntreut 200.000 Euro Löhne und flieht vor der Justiz

Ein Reisepass eines Reisebloggers, der ein Foto, Namen und Beruf zeigt.

39-Jährige veruntreut 200.000 Euro Löhne und flieht vor der Justiz

Eine 39-jährige Serbin wurde zu einer Geldstrafe von 33.350 Euro verurteilt, nachdem sie Löhne veruntreut und Sozialabgaben hinterzogen hatte. Als bevollmächtigte Zeichnungsberechtigte eines Reinigungsunternehmens behielt sie Beiträge in Höhe von über 200.000 Euro ein, wodurch die öffentlichen Versicherungsträger erhebliche finanzielle Einbußen erlitten. Der Fall kam nach monatelangen Ermittlungen gegen ihre betrügerischen Machenschaften ans Licht.

Die Straftaten der Frau wurden im Zuge einer Untersuchung der Berliner Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) aufgedeckt. Sie war für mehr als 200 Fälle von Sozialversicherungsbetrug verantwortlich – teils als Alleintäterin, teils als Mittäterin. Ihre Handlungen verursachten den Versicherungsträgern beträchtlichen finanziellen Schaden.

Nach ihrer Verurteilung im Dezember 2025 tauchte sie unter, woraufhin das Amtsgericht einen Vollstreckungshaftbefehl erließ. Für den Fall, dass sie die Geldstrafe nicht begleichen würde, drohten ihr 355 Tage Ersatzfreiheitsstrafe. Später konnte sie in Waldshut-Tiengen (Baden-Württemberg) ausfindig gemacht werden, wo sie mehrfach ihren Namen und Aufenthaltsort gewechselt hatte, um einer Festnahme zu entgehen. Das Hauptzollamt Singen nahm sie schließlich fest und überstellte sie in eine Justizvollzugsanstalt. Da sie die Strafe nicht zahlen konnte, wurde die Ersatzfreiheitsstrafe vollstreckt. Unterdessen bemühen sich die Sozialversicherungsträger weiterhin um die Rückforderung der fehlenden Beiträge.

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Die Frau verbüßt nun ihre Haftstrafe als Ersatz für die nicht gezahlte Geldstrafe. Der Fall zeigt die Konsequenzen von großangelegtem Lohnbetrug und Sozialversicherungsmissbrauch auf. Die Versicherungsträger bleiben entschlossen, die ausstehenden Gelder zurückzufordern.