6.000 demonstrieren in Mannheim gegen syrische Angriffe auf kurdische Gebiete
Oswin Bolander6.000 demonstrieren in Mannheim gegen syrische Angriffe auf kurdische Gebiete
Demonstration in Mannheim: Bis zu 6.000 Menschen protestieren gegen Angriffe der syrischen Armee auf kurdische Gebiete
Bei einer Kundgebung im Mannheimer Stadtzentrum am Samstag demonstrierten bis zu 6.000 Menschen gegen die Angriffe der syrischen Armee auf kurdische Regionen im Nordosten Syriens. Die unter dem Motto 'Stoppt die Angriffe der syrischen Armee auf die kurdischen Gebiete in Nordsyrien (Rojava)' stehende Veranstaltung begann um 14:30 Uhr und verlief über die Breite Straße bis zum Alten Messplatz, ohne dass es zu größeren Zwischenfällen kam.
Vor Beginn der Demonstration führten Polizeibeamte Kontrollen durch und beschlagnahmten bei einigen Teilnehmenden verbotene Gegenstände. Dabei wurden pyrotechnische Artikel, ein Teleskopschlagstock sowie ein Klappmesser sichergestellt. Personen, bei denen diese Gegenstände gefunden wurden, erhielten ein Demonstrationsverbot und wurden mit einem Platzverweis belegt.
Eine Gruppe von Kurden aus Mannheim und Ludwigshafen versammelte sich in der Nähe des Treffpunkts am Schloss. Berichten zufolge suchten sie nach dem Startort der Kundgebung, doch im Rahmen dieser Suche kam es zu keinen weiteren Polizeimaßnahmen oder Beschlagnahmungen. Während der Demonstration selbst verstießen mehrere Teilnehmende gegen Versammlungsrecht, indem sie ihr Gesicht verdeckten, um ihre Identität zu verschleiern. Gegen sie wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.
Die Kundgebung verlief entlang der geplanten Route ohne schwerwiegende Störungen. Die Polizei ergriff präventive Maßnahmen, indem sie gefährliche Gegenstände einzog und Platzverweise durchsetzte. Die Ermittlungen wegen des Verbots der Gesichtsverhüllung laufen derweil.
