71 Kilogramm Khat bei Routinekontrolle am Grenzübergang Weil am Rhein beschlagnahmt
Selma Schmiedt71 Kilogramm Khat bei Routinekontrolle am Grenzübergang Weil am Rhein beschlagnahmt
Zollbeamte am Grenzübergang Weil am Rhein-Autobahn entdeckten bei einer Routinekontrolle eine große Menge des mutmaßlichen Rauschmittels Catha Edulis. Bei der Durchsuchung eines 29-jährigen Taxifahrgasts am 20. März beschlagnahmten sie rund 71 Kilogramm des pflanzlichen Stimulans. Der Fall führte inzwischen zur Einleitung eines strafrechtlichen Verfahrens nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz.
Der Vorfall nahm seinen Anfang, als Mitarbeiter des Hauptzollamts Lörrach das Fahrzeug zu einer standardmäßigen Kontrolle anhielten. Im Inneren fanden sie Bündel mit Catha Edulis – einem aufputschenden Mittel, das aus den jungen Blättern und Triebsitzen des Khat-Strauchs gewonnen wird. Die Pflanze wird vor allem in Ländern wie Äthiopien, Kenia, Jemen und Oman angebaut und konsumiert. Ihre Wirkstoffe Cathinon und Cathin erzeugen amphetaminähnliche, wenn auch weniger intensive Effekte.
Die beschlagnahmte Ware wurde anschließend vernichtet, der Fahrgast nach der polizeilichen Behandlung wieder auf freien Fuß gesetzt. Dieser Fall reiht sich in eine weitere jüngere Beschlagnahmung desselben Zollamts ein: Bereits Anfang des Jahres hatten die Beamten einem anderen Reisenden 37 Kilogramm Khat abgenommen. Deutsche Behörden verzeichnen seit fünf Jahren einen deutlichen Anstieg der Khat-Funde – von etwa zehn Tonnen im Jahr 2021 auf über 25 Tonnen 2025. Verschärfte Kontrollen an großen Flughäfen wie Frankfurt und München trugen dabei zu den Spitzenwerten in den Jahren 2023 und 2024 bei.
Die Ermittlungen in dem aktuellen Schmuggelversuch führt nun das Zollfahndungsamt Stuttgart mit Sitz in Freiburg. Das Amtsgericht Lörrach verhängte unterdessen 2024 einen Strafbefehl und belegte den Beschuldigten mit einer Geldbuße von 6.000 Euro.
Die Untersuchungen zum Khat-Schmuggel dauern weiterhin an. Angesichts der steigenden Beschlagnahmungen in ganz Deutschland überwachen und vollstrecken Zollbeamte die Betäubungsmittelbestimmungen an zentralen Einreiseknotenpunkten konsequent. Der jüngste Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, den illegalen Transport von Stimulanzien ins Land zu unterbinden.






