26 January 2026, 16:21

AfD Baden-Württemberg setzt auf Frohnmaier – Ökonomen zerpflücken ‚Kauft-BW‘-Plan als gefährlichen Irrweg

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

AfD Baden-Württemberg setzt auf Frohnmaier – Ökonomen zerpflücken ‚Kauft-BW‘-Plan als gefährlichen Irrweg

Die AfD Baden-Württemberg hat ihre Kandidatenliste für die Landtagswahl 2026 finalisiert. Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten ist Markus Frohnmaier. Besonders die wirtschaftlichen Vorschläge der Partei, allen voran das Programm 'Kauft-BW', stoßen bei führenden Ökonomen auf scharfe Kritik, die vor schweren Folgen für die exportabhängige Wirtschaft der Region warnen.

Auf dem Landesparteitag in Heilbronn vom 31. Mai bis 1. Juni 2025 sprachen sich die Delegierten einstimmig für Frohnmaier als Spitzenkandidaten aus. Die vollständige Liste umfasst 60 Bewerberinnen und Bewerber aus allen Regionen Baden-Württembergs, darunter sieben Frauen. Die Wahl findet am 8. März 2026 statt.

Das AfD-Programm 'Kauft-BW' sieht vor, dass öffentliche Behörden Fahrzeuge ausschließlich von Herstellern mit Sitz im Land beziehen müssen. Ökonomen bezeichnen den Plan als undurchführbar und rechtlich bedenklich. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts in München, betonte, dass Baden-Württembergs starke Exportabhängigkeit offene Märkte unverzichtbar mache. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), nannte die Vorschläge ein Zeichen 'eklatanter wirtschaftspolitischer Inkompetenz' und warnte, das Programm könnte einen Handelskonflikt innerhalb Europas auslösen und der offenen deutschen Wirtschaft schaden. Veronika Grimm vom Sachverständigenrat Wirtschaft bezeichnete die 'Kauft-BW'-Klauseln als 'weder wirksam noch umsetzbar'.

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Die wirtschaftlichen Pläne der AfD treffen bei Fachleuten auf breite Skepsis. Mit der anstehenden Landtagswahl dürften die Vorschläge der Partei ein zentraler Streitpunkt bleiben. Kritiker argumentieren, dass die Maßnahmen der Automobilbranche Baden-Württembergs schaden und die Handelsbeziehungen in ganz Europa stören könnten.