16 April 2026, 14:17

AfD fällt unter 20 Prozent: Warum Briefwahlstimmen die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz veränderten

Papier mit handgeschriebener Textzeile "Neustädter Markt, die Wahl, Mr. Williams' Vorschlag für gegen Mehrheit."

AfD fällt unter 20 Prozent: Warum Briefwahlstimmen die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz veränderten

Ein Facebook-Nutzer hat Wahlbetrug bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz behauptet, nachdem die Alternative für Deutschland (AfD) unter die 20-Prozent-Marke gefallen war. Der Rückgang zeigte sich, als die Briefwahlstimmen später am Abend ausgezählt wurden. Behörden wies die Vorwürfe zurück und betonten, dass keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.

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Erste Hochrechnungen der Sender ARD und ZDF hatten die AfD zunächst bei 20 Prozent gesehen. Im Laufe des Abends und mit der Auszählung weiterer Stimmen korrigierte sich der Wert auf 19,5 Prozent. Solche Verschiebungen sind typisch für Wahlen, bei denen Briefwahlstimmen – oft in Blöcken erfasst – später berücksichtigt werden.

Der Rückgang der AfD war nicht überraschend. Anhänger der Partei neigen seltener zur Briefwahl, sodass ihre Stimmen in den frühen Ergebnissen der Präsenzwahl stärker gewichtet werden. Briefwähler, die sich oft früher entscheiden und weniger von letzter Wahlkampagnen beeinflussen lassen, bevorzugen häufig andere Parteien. Auch der Rückgang um 0,5 Prozentpunkte liegt gut innerhalb der üblichen Schwankungsbreite von Wahlprognosen.

Die Landeswahlleitung in Rheinland-Pfalz bestätigte, dass es keine Anzeichen für Manipulationen gebe. Hochrechnungen seien Schätzungen, die sich mit der Auszählung weiterer Stimmen präzisieren. Die AfD-Anhängerschaft steht der Briefwahl traditionell skeptisch gegenüber, was die geringere Beteiligung ihrer Wähler in dieser Kategorie erklären könnte.

Der leichte Rückgang der AfD spiegelt somit die üblichen Anpassungen im Wahlabendverlauf wider – nicht Wahlbetrug. Briefwahlstimmen, die später gezählt werden, weichen oft in der politischen Präferenz von den Präsenzstimmen ab. Die Behörden bestätigten die Integrität der Wahl; es gibt keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten.

Quelle