30 April 2026, 00:22

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum das Gaffel Haus drei Gäste verweist

Alte deutsche Zeitung "Berliner Wespen" vom 21. Februar 1873, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt, die sich unterhalten, mit deutscher Text, der das Ereignis beschreibt.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum das Gaffel Haus drei Gäste verweist

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden Anfang dieses Monats aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Der Vorfall, der sich am 14. April im Gaffel Haus ereignete, sorgt nun für Aufsehen, nachdem die Bild-Zeitung diese Woche darüber berichtete. Die Leitung des Lokals hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.

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Zunächst wurden nur Maximilian Krah und Philipp-Anders Rau aufgefordert, die Gaststätte zu verlassen. Als Steffen Janich nachfragte, warum die beiden des Hauses verwiesen würden, musste auch er gehen. Für Krah war dies nicht das erste Mal, dass er wegen seiner politischen Zugehörigkeit ausgeschlossen wurde: Im vergangenen Jahr sagte die Leipziger Buchmesse seine geplante Präsentation des Buches Die Reise nach Europa mit Verweis auf Sicherheitsbedenken ab.

Ende Februar beendete die Druckerei Friedrich Pustet in Regensburg zudem die Zusammenarbeit mit dem Wiener Verlag Castrum Verlag. Der Entschluss fiel, nachdem bekannt wurde, dass der Verlag ein Buch von Krah veröffentlichen wollte – als Grund für die Trennung wurde seine AfD-Mitgliedschaft genannt.

Nach dem Kneipen-Vorfall rief Krah seine Anhänger dazu auf, das Gaffel Haus zu boykottieren. Er betonte, dass Kunden durch ihr Konsumverhalten Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebs nehmen könnten. Die Leitung der Kneipe hat auf die Anfrage der Bild nach einer Bestätigung oder Erklärung bisher nicht reagiert.

Die Verweisung der drei AfD-Politiker aus dem Gaffel Haus unterstreicht die anhaltenden Spannungen rund um Parteizugehörigkeiten im öffentlichen Raum. Krahs frühere Abschaffung von der Leipziger Buchmesse und der Rückzug der Druckerei von seinem Buchprojekt deuten auf eine breitere Ablehnung seiner politischen Tätigkeit hin. Das Schweigen der Kneipenleitung lässt die genauen Gründe für den Rauswurf weiterhin ungeklärt.

Quelle