15 May 2026, 12:25

AfD stark in Umfragen, schwach bei Kommunalwahlen – was steckt dahinter?

Zwei Personen auf einem markierten Dokument vor einer Menge, wobei eine Person einen Stock hält.

AfD stark in Umfragen, schwach bei Kommunalwahlen – was steckt dahinter?

Die AfD verzeichnet in bundesweiten Umfragen einen deutlichen Aufstieg und liegt mittlerweile zwei bis drei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. Doch bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland erlebt die Partei wiederholt Niederlagen. Aktuelle Ergebnisse zeigen, dass sich die Wähler zwischen Nichtwählern, linksgerichteten Parteien und einem geringfügigen Zuwachs für das rechtsextreme Lager aufteilen.

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Die jüngste Folge von Bundestalk, einem wöchentlichen Politik-Podcast, analysiert diese Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die politische Landschaft Deutschlands. In Sachsen-Anhalt kommt die AfD derzeit auf 41 Prozent in den Umfragen, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 36 Prozent. Trotz dieser starken regionalen Unterstützung scheitert die Partei jedoch bei lokalen Wahlen. In diesem Jahr trat sie bei 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen an – gewann davon aber nur zwei.

Eine bemerkenswerte Niederlage erlitt die AfD in der Uckermark, wo die amtierende CDU-Bürgermeisterin Karina Dörk ihren Herausforderer von der AfD, Felix Teichner, deutlich schlug. Dörk verzichtete während ihres Wahlkampfs auf Debatten über symbolische Themen wie die „Brandmauer“ gegen die AfD. Stattdessen setzte sie auf Kompetenz und Regierungsfähigkeit – eine Strategie, die bei den Wählern ankam.

Politikwissenschaftler stellen fest, dass zwar einige ehemalige CDU/CSU-Wähler zur AfD gewechselt sind, eine größere Gruppe jedoch inzwischen der Wahl fernbleibt oder linke Alternativen wählt. Die traditionelle Hochburg der Partei in Ostdeutschland hat sich bisher nicht in durchgängige lokale Erfolge umsetzen lassen – was Fragen nach ihrer breiteren Anziehungskraft aufwirft. Der Vorsprung der AfD in bundesweiten Umfragen steht im Kontrast zu ihrer schwachen Performance bei jüngsten Kommunalwahlen. Weniger CDU/CSU-Wähler als erwartet haben die Seiten gewechselt, viele verzichten stattdessen ganz auf ihre Stimme. Die Ergebnisse deuten auf verschobene Machtverhältnisse in Ostdeutschland hin, wo der Einfluss der Partei weiterhin ungleich verteilt bleibt.

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