Amiris Torjubel vor Stuttgarter Ultras löst Empörung nach medizinischem Notfall aus
Oswin BolanderFreude vor VfB-Block: Mainz' Amiri entschuldigt sich - Amiris Torjubel vor Stuttgarter Ultras löst Empörung nach medizinischem Notfall aus
Mainzer Mittelfeldspieler Nadiem Amiri entschuldigt sich nach Torjubel vor Stuttgarter Ultra-Fans während emotionaler 1:2-Niederlage
Nadiem Amiri, Mittelfeldspieler von Mainz 05, hat sich nach einem umstrittenen Torjubel vor den Ultra-Fans des VfB Stuttgart während der hitzigen 1:2-Auswärtsniederlage seines Teams entschuldigt. Der Vorfall ereignete sich, während gleichzeitig ein Fan der eigenen Mannschaft dringend medizinisch versorgt werden musste. Amiri räumte später ein, dass sein Verhalten in diesem Moment unangemessen war.
Die Kontroverse entbrannte während des Auswärtsspiels von Mainz beim VfB Stuttgart am Samstag. Amiri verwandelte einen Elfmeter zur Führung für seine Mannschaft und lief daraufhin zu den Heim-Ultras, um vor ihnen zu jubeln. Seine Geste löste unter den Stuttgarter Anhängern Empörung aus.
Kurz vor seinem Tor war im Gästeblock ein Mainz-Fan zusammengebrochen und hatte über 20 Minuten lang Notfallbehandlung erhalten. Beide Fangruppen verstummten, während Sanitäter den Supporter versorgten. Amiri lobte später die Stuttgarter Fans für ihren respektvollen Umgang mit der medizinischen Notsituation. Nach dem Spiel veröffentlichte der 27-Jährige eine öffentliche Entschuldigung. Er gab zu, dass sein Torjubel angesichts der laufenden medizinischen Versorgung unpassend gewesen sei. Zudem wünschte Amiri dem betroffenen Fan eine vollständige Genesung und zeigte sich besorgt um dessen Gesundheitszustand. Der Mittelfeldspieler steht unter Vertrag bei Mainz-Trainer Urs Fischer, der das Team im Januar 2026 übernommen hat. Fischer hat sich zu dem Vorfall bisher nicht geäußert.
Amiris Entschuldigung folgt auf Kritik von beiden Fangruppen. Der Spieler erkannte seinen Fehler an und betonte die Schwere des medizinischen Notfalls. Mainz bereitet sich unterdessen auf das nächste Spiel vor, während der Vorfall weiterhin für Gesprächsstoff sorgt.
