Anja Mikus fordert kapitalmarktbasierte Rentenreform für mehr Nachhaltigkeit
Oswin BolanderAnja Mikus fordert kapitalmarktbasierte Rentenreform für mehr Nachhaltigkeit
Anja Mikus
Seit 2017 steht Anja Mikus an der Spitze von Kenfo, einer Organisation, die ein Vermögen von rund 26,5 Milliarden Euro verwaltet. Ihre Aufgabe besteht darin, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung von radioaktivem Abfall aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2100 zu sichern. Ihre langjährige Erfahrung in der langfristigen Finanzplanung prägt auch ihre Haltung zur Rentenreform.
In ihrem Vorschlag plädiert Mikus für eine stärkere Ausrichtung auf die Kapitalmärkte, von der ihrer Meinung nach die breite Bevölkerung profitieren würde. Ein aktienbasiertes System, so ihre Überzeugung, könne – wenn es gut umgesetzt werde – mit der Zeit das Vertrauen der Bürger gewinnen. Akzeptanz entstehe vor allem dann, wenn die Menschen die Funktionsfähigkeit des Systems in der Praxis erlebten.
Ihr Plan sieht vor, dass alle Versicherten unabhängig von der Höhe ihrer Beiträge einbezogen werden. Mikus betont, dass dieser Ansatz ein nachhaltigeres und inklusiveres Rentensystem für die Zukunft schaffen würde.
Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Deutschland darüber diskutiert, wie die Renten für eine alternde Bevölkerung langfristig gesichert werden können. Würde die Reform umgesetzt, wäre dies ein grundlegender Wandel in der Verwaltung der Altersvorsorge. Mikus’ Ideen könnten die Debatte über die finanzielle Absicherung von Arbeitnehmern im gesamten Land maßgeblich prägen.






