05 June 2026, 12:51

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Intendantin in der Kritik

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Intendantin in der Kritik

Anonymer Brief sorgt für Unruhe am Stadttheater Fürth

Ein anonym verfasster Brief hat am Stadttheater Fürth für Aufruhr gesorgt. Darin wird der Intendantin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Das Schreiben gibt vor, die Bedenken von 25 festangestellten Mitarbeitenden widerzuspiegeln, trägt jedoch keine Unterschriften. Es beschreibt eine Atmosphäre der Angst, des Misstrauens und psychischen Drucks.

Die Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Theater unter Stolz’ Leitung starke Besucherzahlen verzeichnet: Über 100.000 Gäste und 95.000 verkaufte Tickets in der Spielzeit 2024/2025. Dr. Silvia Stolz übernahm die Leitung des Theaters im November 2023. Seither wird ihre Arbeit von städtischen Vertretern gelobt. Der Theaterkurator Maurice Schönleben (SPD) bezeichnete die Fortschritte seit ihrem Amtsantritt als „beachtlich“ und sprach ihr öffentlich seine Unterstützung aus.

Doch der anonyme Brief zeichnet ein ganz anderes Bild: Stolz werde vorgeworfen, eine Kultur der Einschüchterung und Geringschätzung zu schaffen. Trotz der schweren Anschuldigungen bleibt das Schreiben ohne namentliche Absender – was Fragen nach seiner Glaubwürdigkeit aufwirft.

Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Vorstellung zurück, der Brief spiegle die Meinung der gesamten Belegschaft wider. Er betonte, dass sich bisher niemand öffentlich dazu bekannt habe. Unterdessen laufen die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere weiter, wobei viele Teammitglieder mit großer Hingabe bei der Arbeit seien.

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Eidinger hob zudem Stolz’ Bemühungen hervor, das Theater enger mit der Stadt zu vernetzen. Unter ihrer Führung seien die Produktionen zugänglicher geworden, und die Zuschauerzahlen stiegen. Dennoch geben einige Mitarbeitende an, sich verunsichert zu fühlen und warten auf klarere Kommunikation inmitten der Kontroverse.

Die Theaterleitung steht zwar in der Kritik, doch der jüngste Erfolg in Besucherzahlen und Programmgestaltung bleibt unbestritten. Die Meinungen der Belegschaft scheinen gespalten: Während sich manche auf ihre kreativen Aufgaben konzentrieren, suchen andere nach Lösungen. Der anonyme Brief hat die Institution in eine Phase innerer Spannungen und externer Erwartungen manövriert.

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