06 May 2026, 12:16

Apothekensterben im Landkreis Darmstadt-Dieburg droht – Politik sucht Lösungen

Ein Apotheken-Schild mit der Aufschrift "The Generics Pharmacy" an einem Gebäude in einer städtischen Umgebung mit sichtbarer Infrastruktur und Fahrzeugen unter einem klaren Himmel.

Apothekensterben im Landkreis Darmstadt-Dieburg droht – Politik sucht Lösungen

Die Zukunft der Apotheken im Landkreis Darmstadt-Dieburg steht auf dem Spiel, warnt Dr. Nojan Nejatian, Inhaber der Heegbach-Apotheke in Erzhausen. Ohne sofortiges Handeln drohe der Zusammenbruch des regionalen Gesundheitsnetzes, so der Apotheker. Die Krise hat zu Gesprächen mit führenden Kommunalpolitikern geführt, um die Arzneimittelversorgung langfristig zu sichern.

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Nejatian traf sich kürzlich mit Landrat Klaus Peter Schellhaas und dessen designierter Nachfolgerin, der SPD-Kandidatin Christel Sprößler. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die wachsende Gefahr von Apothekenschließungen und die damit verbundenen Risiken für die öffentliche Gesundheit. Schellhaas setzt sich seit Langem für eine flächendeckende medizinische Versorgung ein – unter anderem durch die Einrichtung zweier Medizinischer Versorgungszentren (MVZ).

Das heute gut ausgebaute medizinische und pharmazeutische Netz im Landkreis ist das Ergebnis jahrelanger politischer Weichenstellungen und verlässlicher Strukturen. Doch Nejatian betont, dass die aktuelle Welle von Schließungen Schwachstellen im System offenbart. Apotheken seien ein unverzichtbarer Baustein für Lebensqualität und Gemeinwohl, so der Apotheker.

Um den weiteren Verfall aufzuhalten, fordert Nejatian, künftige MVZ systematisch mit Apotheken zu verknüpfen. Ohne gemeinsame Anstrengungen zum Erhalt dieser Einrichtungen drohe das gesamte Versorgungsnetz zu kollabieren. Sprößler kündigte unterdessen an, die Linie ihres Vorgängers fortzuführen und die lokale Gesundheitsversorgung weiter zu stärken.

Die Situation zeigt: Nur durch abgestimmtes Handeln von Politik und Gesundheitsdienstleistern lässt sich das Apothekennetz im Landkreis Darmstadt-Dieburg erhalten. Die Stabilität des regionalen Gesundheitssystems hängt nun von diesen Maßnahmen ab.

Quelle