22 February 2026, 22:08

Apotheker fordern bei CDU-Parteitag faire Rahmenbedingungen und Reformen der Arzneimittelpolitik

Eine Gruppe von Menschen, die an einem Tisch sitzen und vor einem Publikum, Kameras und Transparenten eine Pressekonferenz für das CDMX 2017-Event abhalten.

Apotheker fordern bei CDU-Parteitag faire Rahmenbedingungen und Reformen der Arzneimittelpolitik

Eine Delegation von Apothekern traf sich während des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart mit Spitzenpolitikern. Im Mittelpunkt der Gespräche standen wirtschaftliche Belastungen, Gesundheitspolitik und die künftige Rolle der Apotheken. An den Diskussionen beteiligten sich prominente Vertreter aus Regierung und Apothekerverbänden.

Im Rahmen der Veranstaltung organisierten Apothekeninhaber zudem einen Flashmob, um vor wichtigen politischen Entscheidungen auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besuchte den Apothekenstand und sprach mit Führungsvertretern der Bundesapothekerkammer (ABDA) sowie der Landesapothekerkammern. Darunter waren LAK-Präsident Dr. Martin Braun, LAV-Vorsitzende Tatjana Zambo und ABDA-Chef Thomas Preis. Themen waren die wirtschaftlichen Herausforderungen für Apotheken und die Auswirkungen jüngster Reformen.

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Auch Gitta Connemann, die Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand, nahm an den Gesprächen teil. Sie betonte die Bedeutung von Apotheken für die lokale Wirtschaft und die Notwendigkeit unterstützender Politiken. Gleichzeitig erläuterte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Position des Bundesrats zur Apothekenreform und die nach monatelangen Verhandlungen erzielten Kompromisse.

Der Reformprozess war umstritten verlaufen. Im März 2025 hatten CDU/CSU- und AfD-geführte Bundesländer die Pharmareform zunächst im Bundesrat blockiert. Nach Ausschussverhandlungen im Juli und Oktober 2025 erhielt ein überarbeiteter Gesetzentwurf im Januar 2026 teilweise Zustimmung. Einige Forderungen der Apotheker – wie die Beibehaltung des Apothekenumlaufverkaufs und die Begrenzung des Wachstums von Online-Apotheken – wurden mit verlängerten Übergangsregelungen erfüllt. Abgelehnt wurden jedoch strengere Kontrollen für den Arzneimittelverkauf außerhalb von Apotheken sowie höhere Erstattungssätze.

Mehrere CDU-Politiker, darunter Hendrik Wüst, Boris Rhein und Paul Ziemiak, besuchten den Stand, um sich die Sorgen der Apotheker anzuhören. Die Delegation unterstrich die Notwendigkeit fairerer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und klarerer Regelungen zum Schutz unabhängiger Apotheken.

Die Treffen in Stuttgart brachten Politiker und Apothekervertreter zusammen, um drängende Branchenfragen zu erörtern. Zwar gab es Fortschritte bei einigen Reformen, doch zentrale Forderungen – wie höhere Erstattungen und strengere Verkaufsbeschränkungen – bleiben weiterhin ungelöst. Die Gespräche ebneten den Weg für weitere Verhandlungen zur Apothekenpolitik in den kommenden Monaten.