Baden-Württemberg fördert Innenstädte mit mehr Geld und besseren Bedingungen
Sandro GuteBaden-Württemberg fördert Innenstädte mit mehr Geld und besseren Bedingungen
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat verstärkte finanzielle Unterstützung für Städte und Gemeinden angekündigt, die brachliegende innerstädtische Flächen entwickeln möchten. Das überarbeitete Förderprogramm zielt darauf ab, lebendigere Innenstädte zu schaffen und die Lebensqualität in urbanen Räumen zu verbessern. Staatssekretärin Andrea Lindlohr stellte die Neuerungen am 10. Februar 2026 in Stuttgart vor.
Die neuen Förderrichtlinien legen den Schwerpunkt auf den Wohnungsbau, die Revitalisierung alter Industrieareale und eine intelligentere Flächennutzung. Besonders gefördert werden Projekte, die mehrere Funktionen vereinen – etwa gemischte Wohn- und Gewerbegebiete. Die Behörden betonten zudem die Bedeutung von mehr Grünflächen in Städten, der Entsiegelung von Böden und der attraktiven Gestaltung öffentlicher Räume.
Gemeinden können ab sofort Förderanträge stellen. Die maximale Fördersumme pro Projekt wurde von 120.000 auf 144.000 Euro erhöht. Zudem übernimmt das Land nun 60 Prozent der förderfähigen Kosten, zuvor waren es 50 Prozent.
Seit seinem Start im Jahr 2009 hat das Programm "Mehr Raum durch Innenentwicklung" rund 500 Vorhaben mit insgesamt etwa 14,8 Millionen Euro unterstützt. Mit den aktuellen Anpassungen soll mehr Kommunen dazu bewegt werden, ungenutzte Flächen in wertvolle städtische Ressourcen umzuwandeln.
Wer wissen möchte, wie viele Gemeinden bereits teilgenommen haben, kann sich an das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz oder die Landesanstalt für Entwicklung wenden.
Die überarbeiteten Förderbedingungen ermöglichen es den lokalen Behörden, leerstehende oder vernachlässigte Flächen in Wohnraum, Grünanlagen und wirtschaftliche Zentren zu verwandeln. Durch höhere Zuschüsse und eine breitere Unterstützung erhofft sich das Land, dass in den kommenden Jahren mehr Projekte zur Belebung urbaner Räume umgesetzt werden.
