Baden-Württemberg kämpft mit neuer Strategie gegen den Flächenverbrauch
Selma SchmiedtBaden-Württemberg kämpft mit neuer Strategie gegen den Flächenverbrauch
Baden-Württemberg geht neue Wege, um den Flächenverbrauch einzudämmen. Die Landesregierung hat Pläne verabschiedet, die Innenentwicklung zu stärken und den täglichen Verlust von Freiflächen zu verringern. Als Hauptgrund für den gestiegenen Flächenverbrauch nennen Beamte die wachsende Nachfrage nach Wohnraum.
Zwischen 2016 und 2020 wurden im Schnitt täglich 5,6 Hektar neue Flächen in Anspruch genommen. Um gegenzusteuern, wird das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen eine digitale Übersicht über ungenutzte Innenbereichsflächen erstellen. Dieses Instrument soll Potenziale für Nachverdichtung und Reaktivierung aufzeigen.
Geplant sind zudem Pilotprojekte mit ausgewählten Kommunen, die als Vorbild für eine effiziente Flächennutzung und Entsiegelung dienen sollen. Zusätzlich wird ein neues Förderprogramm für Entsiegelungsmaßnahmen mit einem jährlichen Volumen von rund einer Million Euro entwickelt, um lokale Initiativen zu unterstützen.
Ein umfassender Aktionsplan zum Flächensparen ist in Vorbereitung. Er wird verschiedene Maßnahmen bündeln, um den Gesamtflächenverbrauch zu reduzieren. Das langfristige Ziel des Landes bleibt eine deutliche Verringerung der Neuinanspruchnahme von Flächen.
Die Initiativen sollen den Kommunen mehr Unterstützung bieten, um Flächen zu schonen. Die digitale Übersicht, die Pilotprojekte und die finanziellen Anreize sind Teil einer übergreifenden Strategie. Die Behörden erwarten, dass diese Schritte helfen werden, den täglichen Flächenverbrauch des Landes in den kommenden Jahren zu senken.






