Baden-Württemberg revolutioniert Behördengänge mit 400.000 Euro für digitale Plattform
Gretel BirnbaumBaden-Württemberg revolutioniert Behördengänge mit 400.000 Euro für digitale Plattform
Baden-Württemberg treibt digitalen Zugang zu kommunalen Dienstleistungen voran
Das Innenministerium, für Digitalisierung und Kommunen, hat 400.000 Euro bereitgestellt, um eine neue Online-Plattform zu fördern. Damit soll der Zugang zu Behördengängen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen in der gesamten Region vereinfacht werden.
Die Plattform Virtuelle Öffentliche Dienstleistungen ermöglicht es, behördliche Verfahren vollständig digital abzuwickeln. Sie basiert auf einem erfolgreichen Modell aus dem Wettbewerb "Digitale Zukunftskommunen@BW" und wird von Komm.ONE, einem IT-Dienstleister für Kommunen, betrieben. Zwar haben einige Regionen bereits digitale Angebote eingeführt, doch ist die Nutzung noch uneinheitlich: Im Landkreis Lörrach wurden beispielsweise bis Anfang 2026 nur 8 Prozent der Fahrzeugzulassungen online abgewickelt.
Das Förderprogramm "Digital ins Amt (Virtuelle Öffentliche Dienstleistungen)" unterstützt Gemeinden dabei, bis zu 50 Prozent der Kosten für die Einrichtung digitaler Services zu übernehmen. Anträge auf finanzielle Förderung können noch bis zum 15. Dezember 2025 eingereicht werden. Interessierte Kommunen erhalten bei Komm.ONE weitere Informationen.
Digitalisierungsminister Thomas Strobl betont die Notwendigkeit, die öffentliche Verwaltung zu modernisieren. Ziel der Initiative ist es, Routineaufgaben wie Terminbuchungen oder Antragsstellungen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen schneller und unkomplizierter zu gestalten.
Die Investition von 400.000 Euro soll mehr Städten und Gemeinden den Einstieg in die Plattform ermöglichen. Durch die Senkung der Umsetzungskosten wird die flächendeckende Nutzung digitaler Dienstleistungen gefördert. Die Frist für Förderanträge läuft bis Mitte Dezember.
