06 April 2026, 18:13

Baden-Württemberg revolutioniert Ökostrom-Anbindung mit neuem Netzprojekt "SyNEA"

Luftaufnahme einer Solarpark mit Panelen, umgeben von Bäumen, Gras, Wasser und einem vorbeifahrenden Zug.

Baden-Württemberg revolutioniert Ökostrom-Anbindung mit neuem Netzprojekt "SyNEA"

Baden-Württemberg startet Initiative für bessere Anbindung von Ökostrom-Projekten an das Netz

Mit dem neuen Projekt "SyNEA" will Baden-Württemberg die Planung, den Bau und den Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen durch verbesserte Zusammenarbeit effizienter gestalten. Im Fokus steht die Bewältigung langjähriger Herausforderungen bei der Anbindung von Wind- und Solarparks an das 110-Kilovolt-Netz.

Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben erhält eine Teilförderung in Höhe von 508.000 Euro vom Umweltministerium. Ziel ist es, Netzanschlusspunkte für Wind- und Solaranlagen zu optimieren und so den zusätzlichen Flächenbedarf zu verringern. Zudem sollen Entwickler von Photovoltaik- und Windprojekten künftig selbst Netzanbindungspunkte planen, errichten und betreiben dürfen.

Zu den zentralen Partnern zählt der Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg (VfEW). Umweltministerin Thekla Walker betonte, dass der Ausbau der Erneuerbaren mit dem notwendigen Netzausbau Hand in Hand gehen müsse. Jürgen Scheurer, Geschäftsführer der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg, unterstrich die Bedeutung einer klareren Kommunikation zwischen Projektentwicklern und Netzbetreibern.

Eine der größten Hürden bleibt die Anbindung von Anlagen mit einer Leistung von 10 bis 15 Megawatt an das Hochspannungsnetz. Durch engere Zusammenarbeit sollen Verzögerungen abgebaut und die Effizienz beim Ausbau der Erneuerbaren gesteigert werden.

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Das "SyNEA"-Projekt zielt darauf ab, die Netzintegration von Wind- und Solarenergie in Baden-Württemberg zu vereinfachen. Entwickler übernehmen dabei mehr Verantwortung für die Verwaltung von Umspannwerken, während Förderung und Partnerschaften den Prozess beschleunigen sollen. Bei Erfolg könnte der Ansatz nicht nur den Flächenverbrauch reduzieren, sondern auch den Umstieg der Region auf Erneuerbare Energien beschleunigen.

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