06 March 2026, 10:16

Baden-Württemberg scheitert bei zwei von drei geplanten Abschiebungen

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Personen, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datenkontext bietet.

Baden-Württemberg scheitert bei zwei von drei geplanten Abschiebungen

Baden-Württemberg verzeichnet starken Anstieg geplanter Abschiebungen zwischen 2023 und 2025

Offizielle Zahlen zeigen einen Anstieg der geplanten Abschiebungen von 5.717 auf 9.243 Fälle. Doch der Großteil dieser Maßnahmen wurde nicht umgesetzt – 2024 kam nur ein kleiner Bruchteil tatsächlich zur Ausführung.

Im Jahr 2025 wurden lediglich 36,7 Prozent der vorgesehenen Abschiebungen vollzogen, während 63,3 Prozent scheiterten. Damit stieg die Quote der nicht durchgeführten Maßnahmen im Vergleich zu 2023 leicht an, als 60 Prozent der geplanten Abschiebungen nicht realisiert werden konnten.

Häufigste Gründe für gescheiterte Abschiebungen Am häufigsten scheiterten die Maßnahmen, weil die Betroffenen nicht auffindbar waren – dies traf auf 648 Fälle zu. 176 Personen entzogen sich der Abschiebung durch Untertauchen, 62 hatten Deutschland bereits freiwillig verlassen. Nur in zehn Fällen leisteten die Betroffenen selbst Widerstand.

Besonders schwierig gestalteten sich Abschiebungen aus Erstaufnahmeeinrichtungen: Von 1.760 geplanten Maßnahmen wurden nur 654 umgesetzt – eine Erfolgsquote von rund 37 Prozent. Der AfD-Abgeordnete Sandro Scheer kritisierte die Zahlen als Beleg für ein "massives Vollzugsdefizit" im Abschiebesystem des Landes.

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Wachsende Lücke zwischen Planung und Umsetzung Insgesamt offenbaren die Daten eine zunehmende Diskrepanz zwischen geplanten und tatsächlich durchgeführten Abschiebungen. Trotz der höheren Zahl an vorgesehenen Maßnahmen bleibt der Anteil der gescheiterten Fälle seit zwei Jahren konsequent hoch.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die anhaltenden Probleme im Abschiebeprozess Baden-Württembergs. Da 2025 weniger als vier von zehn Abschiebungen vollzogen wurden, sehen sich die Behörden weiterhin mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von Rückführungen konfrontiert. Der Trend deutet darauf hin, dass selbst bei gesteigerter Planung die Umsetzungsquote niedrig bleibt.

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