Baden-Württemberg stärkt Klimaschutz mit brasilianischen Nationalparks durch bahnbrechende Partnerschaft
Oswin BolanderBaden-Württemberg stärkt Klimaschutz mit brasilianischen Nationalparks durch bahnbrechende Partnerschaft
Baden-Württemberg vertieft Partnerschaft mit zwei der größten Nationalparks Brasiliens
Bei der Klimakonferenz COP30 in Belém hat Baden-Württemberg eine neue Vereinbarung unterzeichnet, die die Zusammenarbeit mit zwei der bedeutendsten Nationalparks Brasiliens im Bereich Waldschutz, Brandprävention und nachhaltigen Tourismus ausbaut. Die Kooperation knüpft an jahrelange gemeinsame Projekte zwischen dem Nationalpark Schwarzwald und den brasilianischen Parks Itatiaia und Pico da Neblina an.
Die offizielle Unterzeichnung erfolgte durch Thekla Walker, Umweltministerin von Baden-Württemberg, und Mauro Oliveira Pires als Vertreter der brasilianischen Nationalparks. Das Abkommen sieht ein fünfjähriges Arbeitsprogramm vor, das sich auf gemeinsame Forschung, die Überwachung von Tier- und Pflanzenarten sowie die Stärkung der Klimaresilienz konzentriert. Fachleute aus den Parks werden Instrumente zur Erfassung einheimischer und invasiver Arten entwickeln und Erkenntnisse zu Biodiversität sowie Klimafolgen austauschen.
Dr. Britta Böhler, Leiterin des Nationalparks Schwarzwald, betonte die Notwendigkeit globaler Zusammenarbeit zum Schutz natürlicher Wälder. Seit 2019 hatte sie die Beziehungen intensiviert, etwa durch Austauschprogramme zu Parkmanagement und Umweltbildung. Das neue Abkommen zielt zudem auf regionale Vernetzung ab und soll Naturschutz mit einem nachhaltigen Wachstum des Tourismus in Einklang bringen. Walker hob die Rolle der Wälder im Klimaschutz hervor und bezeichnete die Partnerschaft als "konkreten Schritt zu einem stärkeren Umweltschutz". Künftig werden die Parks gemeinsam an technischen Lösungen arbeiten – von der Brandverhütung bis hin zu datengestützten Strategien für den Artenschutz.
Die Vereinbarung markiert den Übergang von informellen Kontakten zu einer strukturierten, langfristigen Zusammenarbeit. In den kommenden fünf Jahren werden die drei Nationalparks ihr Fachwissen bündeln, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen. Im Mittelpunkt stehen messbare Ergebnisse: eine verbesserte Brandbekämpfung, präzisere Biodiversitätsüberwachung und nachhaltige Konzepte für den Besucherverkehr.
