Baden-Württembergs Exporte 2026: Asien hofft, die USA belasten mit Protektionismus
Gretel BirnbaumMehr Optimismus bei den Ausfuhren - Unsicherheit bleibt hoch - Baden-Württembergs Exporte 2026: Asien hofft, die USA belasten mit Protektionismus
Unternehmen in Baden-Württemberg sehen zu Beginn des Jahres 2026 gemischte Exportaussichten
Zu Beginn des Jahres 2026 stehen Unternehmen in Baden-Württemberg vor sich wandelnden Exportperspektiven. Während einige Märkte vorsichtig optimistisch stimmen, dämpfen geopolitische Spannungen und protektionistische Maßnahmen die Erwartungen gegenüber den USA. Die jüngsten Zahlen zeigen eine Mischung aus Herausforderungen und leichten Verbesserungen in der globalen Handelsprognose.
Rückgang der Exportprognosen für die USA – Protektionismus und Währungsdruck belasten Die Exportaussichten baden-württembergischer Unternehmen für den US-Markt haben sich zu Jahresbeginn 2026 deutlich verschlechtert. Wie aus Berichten des Wirtschaftsministeriums des Landes und der IHK hervorgeht, wurden die Prognosen im Vergleich zum Sommer 2024 um 20 bis 30 Prozent nach unten korrigiert. Optimistische Wachstumserwartungen sind Stagnation oder sogar Rückgängen gewichen. Ausschlaggebend hierfür ist die Wiederwahl der Trump-Administration im November 2024, die strengere protektionistische Zölle einführte. Hohe US-Zinsen und ein starker Dollar haben zudem die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporteure geschwächt.
Leichte Erholung der Exportstimmung – Asien als Hoffnungsträger Trotz des Rückgangs im US-Handel haben sich die Exportaussichten insgesamt erstmals seit zwei Jahren leicht verbessert. Mittlerweile rechnen 28 Prozent der Industrieunternehmen mit steigenden Ausfuhren in den kommenden zwölf Monaten – nach 26 Prozent im Sommer 2025. Besonders Asien bietet Anlass zu Optimismus: 19 Prozent der international aktiven Firmen erwarten dort Wachstum, nach 16 Prozent noch sechs Monate zuvor.
Geopolitische Risiken bleiben zentrale Sorge – US-Markt gespalten Doch die Unsicherheiten bestehen fort. Mehr als die Hälfte der Industriebetriebe im Land sieht in geopolitischen Risiken weiterhin eine große Bedrohung für das Geschäft. Die Einschätzungen zum US-Markt bleiben zwiespältig: Während 30 Prozent der Unternehmen mit steigenden Exporten rechnen, erwarten 33 Prozent Rückgänge. Diese Spaltung unterstreicht, wie anfällig exportabhängige Branchen für politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sind.
Anpassung an volatile globale Märkte – Asien im Aufwind, USA mit Gegenwind Baden-Württembergs Exportwirtschaft stellt sich auf ein unbeständigeres globales Umfeld ein. Während die asiatischen Märkte schrittweise an Dynamik gewinnen, belasten Zölle und Währungsdruck den Handel mit den USA. Die Unternehmen der Region bleiben wachsam und passen ihre Strategien für das kommende Jahr an die anhaltenden Risiken an.
Trade Barriers Hit Record High in Baden-Württemberg Exports
New data reveals trade barriers have surged to unprecedented levels for Baden-Württemberg firms. 77% of companies now report growing international trade hurdles—up from 32% a decade ago. The DIHK survey highlights this worsening trend, with Claus Paal noting: 'The Südwesten is exportland number one and exactly because of that, new trade barriers hit us hardest.'






