Baden-Württembergs teure Podcasts: Hohe Kosten, wenig Hörer – nur ein Format überzeugt
Sandro GuteTeure Podcasts floppen - wenige Zuhörer trotz hoher Kosten - Baden-Württembergs teure Podcasts: Hohe Kosten, wenig Hörer – nur ein Format überzeugt
Die Landesregierung von Baden-Württemberg betreibt fünf Podcasts, doch die meisten verzeichnen nur geringe Hörerzahlen. Einige Formate haben trotz bescheidener Reichweite mehrere tausend Euro gekostet. Kürzlich veröffentlichte Zahlen geben Auskunft über die Ausgaben und die Nutzerbeteiligung der einzelnen Produktionen.
Am teuersten war bisher der Podcast des Innenministeriums zum Thema Zivil- und Katastrophenschutz. Mit Gesamtkosten von 49.230,30 Euro erreichte er 14.230 Hörerinnen und Hörer – und ist damit das einzige Format, bei dem die Hörerzahlen in einem angemessenen Verhältnis zum Budget stehen.
Der Podcast Câshflow von Finanzminister Danyal Bayaz startete erfolgreich: Die erste Folge verzeichnete 2.812 Hörer. Die Produktionskosten lagen in der Anfangsphase bei durchschnittlich 932,14 Euro pro Folge für die ersten 30 Ausgaben. Mittlerweile wird der Podcast in Eigenregie produziert, sodass keine weiteren Kosten mehr anfallen. Die aktuellen Folgen erreichen jeweils etwa 416 Hörer.
Der Wirtschaftspodcast Löwenherz – der Wirtschaftspodcast des Wirtschaftsministeriums ging 2025 mit einem Budget von 1.972,43 Euro an den Start. Die erste Folge zog 233 Hörer an. Rudi Hoogvliets SpätzlesPress hingegen kostete von 2024 bis Mitte August 36.179 Euro, erreichte aber nur 256 Hörer.
Der jüngste Podcast Unser Holz des Forstministeriums ging Mitte September online. Die Produktion schlug mit 14.280 Euro zu Buche, die Hörerzahlen sind jedoch noch unbekannt. Seit August 2024 wurden keine weiteren Podcasts eingeführt oder verlängert.
Die Podcasts des Landes zeigen unterschiedliche Erfolge: Einige Formate erreichen trotz hoher Produktionskosten nur ein kleines Publikum. Lediglich der Podcast des Innenministeriums konnte eine Hörerschaft vorweisen, die im Verhältnis zu den Investitionen steht. Ob künftig weitere Mittel fließen, hängt davon ab, ob sich die Nutzerbeteiligung verbessert oder neue Projekte vorgeschlagen werden.