02 April 2026, 22:12

Beinahe-Tragödie: Seniorin entgeht mit Rollstuhl nur knapp Zugunglück

Menschen überqueren eine Straße neben einem Zug, mit einem Hinweisschild im Vordergrund und Gebäuden, Schildern und einer Brücke mit einem Zug im Hintergrund.

Beinahe-Tragödie: Seniorin entgeht mit Rollstuhl nur knapp Zugunglück

Eine 76-jährige Frau entging nur knapp einem schweren Unfall, nachdem sie gemeinsam mit einer 80-jährigen Begleiterin im Rollstuhl eine unbeschrankte Bahnübergangsstelle überquert hatte. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag gegen 15:45 Uhr in der Nähe von Mittelurbach bei Bad Waldsee.

Die Frau schob den Rollstuhl über die Gleise, als sich ein Zug von Kißlegg in Richtung Aulendorf näherte. Später gab sie zu, weder das rote Warnlicht noch den herannahenden Zug bemerkt zu haben. Der Lokführer betätigte sofort die Pfeife und leitete eine Notbremsung ein.

Als der Zug die Überquerungsstelle passierte, kam er zum Stehen. Die Frau hatte es gerade noch geschafft, ihre Begleiterin rechtzeitig zurückzuziehen und so eine Kollision zu verhindern. Verletzte gab es keine.

Die Bundespolizeiinspektion Konstanz hat inzwischen Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet. Die Behörden gehen von einem Verdacht der Störung des Bahnbetriebs aus.

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Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 154 Unfälle an Bahnübergängen der Deutschen Bahn verzeichnet. Allein in einer bestimmten Region starben vier Menschen an solchen Übergängen – drei Fußgänger und ein Radfahrer –, nachdem sie die Sicherheitsvorkehrungen umgangen hatten.

Der Vorfall erinnert an die Gefahren, die von unbeschrankten Bahnübergängen ausgehen. Die Polizei untersucht weiterhin die genauen Umstände des Beinahe-Unfalls. Bisher wurden keine Anklagen erhoben.

Quelle