29 April 2026, 12:13

Berliner Kulturskandal führt zu Rücktritt und rascher Neubesetzung

Logo der Berlin Finance Initiative: ein blauer Kreis mit einer weißen Umrandung und einem weißen "B" in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit einem blau-weißen Karomuster, auf einem weißen Hintergrund mit "Berlin Finance Initiative" in fetter schwarzer Schrift.

Berliner Kulturskandal führt zu Rücktritt und rascher Neubesetzung

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson trat am Freitag zurück, nachdem ein Bericht rechtswidrige Bewilligungen von Fördergeldern aufgedeckt hatte. Die Rechnungsprüfungsbehörde stellte fest, dass 2,6 Millionen Euro, die eigentlich für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus vorgesehen waren, unrechtmäßig vergeben worden waren. Ihr Rücktritt führte nun zu einer schnellen Neubesetzung in der Stadtregierung.

Der Skandal nahm seinen Lauf, als Berlins Rechnungshof bekannt gab, dass 13 Projekte ohne ordnungsgemäße Genehmigung insgesamt 2,6 Millionen Euro erhalten hatten. Wedl-Wilson, die für die Vergabebeschlüsse zuständig war, erklärte ihren Rücktritt kurz nach Veröffentlichung der Ergebnisse.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bürgermeister Kai Wegner (CDU) gab am Mittwochmorgen ihren Nachfolger bekannt: Stefan Evers (CDU), bisher bereits Finanzsenator der Stadt, übernimmt nun zusätzlich die Leitung des Kulturressorts. Bezirksvertreter unterstützten die Entscheidung und verwiesen auf seine finanzpolitische Erfahrung sowie sein großes Engagement für kulturelle Belange.

Evers setzte sich gegen seinen CDU-Parteikollegen Thomas Heilmann durch. Seine neue Aufgabe ist vorerst befristet – bis zu den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im September 2026. In dieser Zeit wird er weiterhin das Finanzressort leiten und die Verhandlungen über den Haushaltsvertrag der Hauptstadt führen, der auch Mittel für den Kultursektor umfasst.

Evers verantwortet damit künftig sowohl die Finanzen als auch die Kultur in der Berliner Regierung. Die Ernennung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Stadt auf die anstehenden Wahlen im September vorbereitet. Durch seine Doppelfunktion wird in den kommenden Monaten eine engere Abstimmung zwischen den beiden Ressorts erwartet.

Quelle