Berlins Clubkultur feiert sich selbst: 100 Events vom 3. bis 12. Oktober
Sandro GuteBerlins Clubkultur feiert sich selbst: 100 Events vom 3. bis 12. Oktober
Berlins legendäre Clubszene steht im Herbst im Mittelpunkt – beim Tag der Clubkultur, der vom 3. bis 12. Oktober stattfindet. Das vom Clubkommission Berlin organisierte Festival umfasst über 100 Veranstaltungen in der ganzen Stadt und feiert den gesellschaftlichen und politischen Einfluss der Partykultur seit dem Mauerfall 1989.
Den Auftakt macht am 2. Oktober das Haus der Visionäre, wo der Club der Visionäre und das CTM-Festival ein besonderes Event veranstalten. Am 3. Oktober folgt im Rahmen des Eröffnungprogramms die Vorführung von Mark Reeders Dokumentarfilm "B-Movie".
Berlins Techno-Boom begann nach 1989, als verlassene Ost-Berliner Räume zu Hotspots für Underground-Partys wurden. Kultclubs wie Tresor (1991), Ufo (1989), E-Werk (Mitte der 90er) und Bunker (1992) prägten in den zentralen und östlichen Bezirken den harten Sound der Stadt. Veranstaltungen wie die erste Love Parade machten Techno zu einer kulturellen Kraft der Wiedervereinigung.
In diesem Jahr erstreckt sich das Festival über etablierte Locations und geheime Orte. Neben KitKatClub und Cassiopeia sind auch temporäre Spielstätten in Kreuzberg, Mitte, Neukölln und Wedding dabei. Am 4. Oktober zeigt der Tipsy Bear in Prenzlauer Berg eine Drag-Show. Zudem treten die Brandenburger Techno-Legenden Modeselektor während des zehntägigen Events auf.
Der Tag der Clubkultur unterstreicht Berlins anhaltenden Ruf als globale Hochburg für elektronische Musik und Nachtleben. Mit Filmen, Drag-Auftritten und Live-Sets präsentiert das Festival, wie die Clubkultur die Identität der Stadt bis heute prägt. Bis zum 12. Oktober bieten über 100 Veranstaltungen eine Mischung aus Geschichte, Politik und Feierlaune.






