31 May 2026, 10:09

Betrüger auf Deutschlands größtem Gebrauchtmarkt werden immer dreister

Falsche Zahlung, Rührselige Geschichte, Phishing: Wie man Betrug auf Kleinanzeigen erkennt

Betrüger auf Deutschlands größtem Gebrauchtmarkt werden immer dreister

Deutschlands größter digitaler Marktplatz für Gebrauchtwaren kämpft weiterhin mit anhaltenden Betrugsproblemen. Mit über 35 Millionen monatlichen Nutzern und 50 Millionen aktiven Anzeigen bleibt die Plattform trotz ihrer Beliebtheit ein Hotspot für Betrüger. Kriminelle nutzen sowohl Käufer als auch Verkäufer mit immer raffinierteren Methoden aus.

Betrüger auf der Plattform setzen häufig auf emotionale Manipulation, um ihre Opfer zu täuschen. Erfundene Geschichten über Militär Einsätze, schwere Krankheiten oder familiäre Notlagen wecken Mitleid und setzen Menschen unter Druck, ungewöhnliche Zahlungsmethoden zu akzeptieren oder den Versand zu überstürzen. Eine weitere gängige Masche besteht darin, dass Käufer behaupten, sie hätten bereits bezahlt, gefälschte Zahlungsbestätigungen verschicken und die sofortige Übersendung der Ware fordern.

Betrüger nutzen auch Phishing-Links, die als seriöse Zahlungs- oder „Käuferschutz“-Seiten getarnt sind. Diese gefälschten Websites verleiten Nutzer dazu, persönliche und finanzielle Daten preiszugeben. In manchen Fällen erfinden Kriminelle Kurierdienste oder Mittelsmänner, um Transaktionen außerhalb der Plattform abzuwickeln und so die Nachverfolgung von Betrug zu erschweren.

Unehrliche Verkäufer locken Opfer mit hochgefragten Artikeln zu unrealistisch niedrigen Preisen. Anschließend verlangen sie Vorabzahlungen per Überweisung oder Geschenkkarten – Methoden, die keinen Käuferschutz bieten. Eine weitere Betrugsmasche, das sogenannte Dreiecksbetrug, funktioniert so: Kriminelle verkaufen Waren, die ihnen gar nicht gehören, und beschaffen sie sich gleichzeitig von einem Dritten mithilfe gestohlener Zahlungsdaten oder gehackter Konten.

Die Plattform, die mittlerweile zur Adevinta Group gehört, bleibt der führende Marktplatz für Gebrauchtwaren in Deutschland. Doch ihre schiere Größe – mit Millionen von Transaktionen täglich – bietet Betrügern reichlich Gelegenheiten.

Die enorme Nutzerbasis und das hohe Transaktionsvolumen machen die Plattform zu einem bevorzugten Ziel für Betrug. Die Methoden reichen von gefälschten Zahlungen und rührseligen Geschichten über Phishing bis hin zum Dreiecksbetrug. Behörden und Plattformbetreiber stehen weiterhin vor der Herausforderung, diese hartnäckigen Betrugsversuche einzudämmen.

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