Betrugsprozess in Freiburg: Unternehmer soll Löhne und Sozialabgaben veruntreut haben
Oswin BolanderBetrugsprozess in Freiburg: Unternehmer soll Löhne und Sozialabgaben veruntreut haben
Am 30. März 2026 muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht Freiburg wegen Betrugs und Lohnvorenthaltung verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe der Sozialversicherungsbeitragshinterziehung, Subventionsbetrugs und ausstehender Löhne in einem örtlichen Bau- und Reinigungsunternehmen. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr vor einem Schöffengericht.
Der Angeklagte soll zwischen März 2020 und November 2021 Arbeiter ohne ordnungsgemäße Anmeldung beschäftigt haben. Durch die Nichtmeldung bei den Sozialversicherungsträgern habe er laut Anklage Beiträge in Höhe von rund 188.000 Euro vorenthalten.
Ihm wird zudem vorgeworfen, in demselben Zeitraum Löhne einbehalten und veruntreut zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm außerdem vor, durch falsche Angaben etwa 60.000 Euro an Corona-Hilfsgeldern erschlichen zu haben.
Die genaue Zahl der nicht angemeldeten Beschäftigten ist unklar, doch der Fall dreht sich um wiederholte wirtschaftliche Verfehlungen über einen Zeitraum von fast zwei Jahren.
Im Prozess werden Beweise für Lohnvorenthaltung, nicht abgeführte Sozialabgaben und betrügerische Subventionsanträge geprüft. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten Strafen wegen mehrfacher Wirtschaftsdelikte. Das Urteil des Gerichts wird über die Bewertung der Vorwürfe entscheiden.






