15 April 2026, 10:12

Bielefelds neues Jugendjustizzentrum startet mit klaren Zielen gegen Jugendkriminalität

Gruppe von Kindern auf einem Basketballfeld mit Papiertüten in den Händen, mit Vorräten auf dem Boden, einer Tafel mit Text links daneben und Zäunen, Pfählen und Gebäuden im Hintergrund.

Bielefelds neues Jugendjustizzentrum startet mit klaren Zielen gegen Jugendkriminalität

Bielefelds neues Jugendjustizzentrum offiziell eröffnet

Am 31. März 2026 wurde in Bielefeld das neue Jugendjustizzentrum feierlich eröffnet – das achte seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Die Einrichtung vereint Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe unter einem Dach, um Jugendkriminalität gezielt zu bekämpfen und jungen Straftätern den Weg zurück in ein straffreies Leben zu ebnen.

An der Eröffnung nahmen Justizminister Dr. Benjamin Limbach, Innenminister Herbert Reul und Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer teil. Limbach betonte, das Zentrum solle durch klare Regeln und maßgeschneiderte Hilfsangebote frühzeitig verhindern, dass sich kriminelle Karrieren verfestigen. Reul bezeichnete die Einrichtung als "proaktiven Schritt", um schneller auf Jugendkriminalität zu reagieren und betroffene Jugendliche besser zu begleiten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In dem Zentrum arbeiten künftig die Jugendkriminalitäts-Präventionsstelle der Bielefelder Polizei, der städtische Jugendhilfedienst und die Staatsanwaltschaft Hand in Hand. Ihr Fokus liegt auf der intensiven Betreuung von wiederkehrenden jungen Intensivtätern – kombiniert mit individueller sozialer und persönlicher Förderung. Oberbürgermeisterin Bauer unterstrich, das Zentrum stärke die bestehenden Kooperationen und sorge dafür, dass "Verantwortung und Perspektive" für die Jugendlichen Hand in Hand gehen.

Mit Bielefeld gibt es nun acht Jugendjustizzentren in NRW, weitere Standorte sind Köln, Paderborn, Dortmund, Essen, Oberhausen, Münster und Düsseldorf. Das Bielefelder Zentrum wird junge Straftäter engmaschig überwachen, ihnen aber gleichzeitig strukturierte Unterstützung anbieten. Die Behörden versprechen sich von diesem Ansatz eine sinkende Rückfallquote und bessere Chancen für gefährdete Jugendliche, ein stabiles Leben aufzubauen. Das Modell hat sich bereits in sieben anderen Städten der Region bewährt.

Quelle