Blutige Angriffe auf Bahnmitarbeiter: Ein Toter und mehrere Verletzte nach Konflikten mit Schwarzfahrern
Sandro GuteBlutige Angriffe auf Bahnmitarbeiter: Ein Toter und mehrere Verletzte nach Konflikten mit Schwarzfahrern
Eine Reihe gewalttätiger Angriffe auf Bahnmitarbeiter hat Deutschland in den letzten Tagen erschüttert. Bei zwei getrennten Vorfällen wurde ein Angestellter getötet und andere verletzt, nachdem es zu Auseinandersetzungen mit Schwarzfahrern gekommen war. Die Polizei hat inzwischen in beiden Fällen Verdächtige festgenommen.
Der jüngste Angriff ereignete sich in einem Zug zwischen Stuttgart und Crailsheim. Ein 26-jähriger Grieche ohne festen Wohnsitz soll einen Schaffner angegriffen haben, nachdem dieser ein erhöhtes Beförderungsentgelt verhängt hatte. Berichten zufolge spuckte er ihr auf das Bein und versuchte, sie mit einer Flasche zu schlagen, bevor er floh. Die Stuttgarter Polizei bestätigte später die Festnahme des Verdächtigen.
Nur wenige Tage zuvor war der 36-jährige Fahrkartenkontrolleur Serkan Çalar in der Nähe von Landstuhl in Rheinland-Pfalz tödlich verletzt worden. Der zweifache Vater kontrollierte gerade Tickets, als ein 21-jähriger Fahrgast ohne gültigen Fahrausweis ihn wiederholt auf den Kopf schlug. Çalars Vater erlitt bei der Nachricht einen Herzinfarkt und liegt weiterhin im Krankenhaus.
Die Vorfälle bestätigen einen besorgniserregenden Trend. Im Jahr 2025 verzeichnete die Deutsche Bahn über 3.000 gewalttätige Angriffe auf Mitarbeiter – im Schnitt acht pro Tag. Laut ZDF und dem Bundesinnenministerium wurden in diesem Jahr 2.987 Angestellte Opfer von Straftaten.
In einem weiteren Fall wurde ein 42-jähriger Zugbegleiter nach der Verhängung eines Bußgelds gegen einen Schwarzfahrer angegriffen. Der Angreifer, der laut Berichten die pakistanische Staatsbürgerschaft besitzt, soll in rasende Wut geraten sein. Der aus Mazedonien stammende Schaffner erstattete am folgenden Tag Anzeige.
Die Behörden haben die Verdächtigen der jüngsten Angriffe in Gewahrsam genommen. Die Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Risiken für Bahnmitarbeiter, von denen jährlich tausende Übergriffe dokumentiert werden. Die Deutsche Bahn und die Polizei beobachten die Lage weiterhin genau.
