Bodenseekreis steht vor Entscheidung über neue Krankenhausversorgung bis Mai 2026
Gretel BirnbaumBodenseekreis steht vor Entscheidung über neue Krankenhausversorgung bis Mai 2026
Landkreis Bodensee treibt Umstrukturierung der Krankenhausversorgung voran
Der Kreistag des Bodenseekreises bringt die Pläne zur Neuordnung der lokalen Krankenhausdienste auf den Weg. Nach Jahren der Herausforderungen – darunter Klinikschließungen und steigende Kosten – arbeiten die Verantwortlichen nun an der Feinabstimmung der finanziellen Details, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.
Das Verfahren befindet sich in der Schlussphase: Eine öffentliche Sitzung am 13. Mai 2026 soll den ausgewählten Dienstleister bestätigen.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die medizinische Versorgung in der Region Bodensee-Oberschwaben grundlegend gewandelt. Die Schließung der Rotkreuzklinik in Lindenberg (Landkreis Lindau) beeinträchtigte die stationäre Versorgung und führte zu einer Fachprüfung, wie ambulante und stationäre Angebote besser verzahnt werden können. Übergeordnete Probleme wie Personalmangel und explodierende Ausgaben zwangen den Landkreis, einen neuen Krankenhausbetreiber auszuwählen.
Drei Bieter – die Oberschwabenklinik (OSK), die AMEOS Gruppe und die SRH Holding – legten ihre Konzepte vor, die medizinische Planung, Finanzierungsmodelle und Unterstützungsbedarfe umfassen. Landrat Luca Wilhelm Prayon bestätigte Fortschritte im Auswahlverfahren. Eine weitere nichtöffentliche Sitzung am 29. April 2026 wird letzte Details klären, bevor die endgültige Abstimmung ansteht.
Ziel des Kreistags ist es, die hochwertige Gesundheitsversorgung in der Region langfristig zu sichern. OSK und AMEOS arbeiten derzeit an verbindlichen Verträgen; die Entscheidung über den künftigen Betreiber wird für die Sitzung am 13. Mai erwartet.
Mit der Abstimmung an diesem Tag findet die Umstrukturierung der Krankenhausdienste im Bodenseekreis ihren Abschluss. Der ausgewählte Anbieter wird den Betrieb übernehmen und die medizinische Versorgung im Rahmen eines neuen finanziellen und leistungsbezogenen Konzepts fortführen. Im Fokus bleibt dabei, die Versorgungsqualität zu halten – trotz Kostendruck und Personalengpässen.






