Boris Palmer bleibt Tübinger Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Landespolitik
Gretel BirnbaumBoris Palmer bleibt Tübinger Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Landespolitik
Boris Palmer, Tübingens parteiloser Oberbürgermeister, hat bestätigt, in seinem aktuellen Amt zu bleiben. Dies folgt auf Gespräche mit Cem Özdemir, dem Grünen-Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Palmer hatte die Partei vor drei Jahren verlassen, bleibt aber in der Stadt politisch aktiv.
Sein Austritt aus den Grünen im Jahr 2021 bedeutete nicht das vollständige Ende seiner Verbindungen zur Partei. Er pflegte weiterhin Kontakte zum pragmatischen Flügel der "Realos" und unterstützte Özdemir später im Landtagswahlkampf. Dennoch hat er sich in Tübingen einen eigenen Weg gebahnt.
Seit 2023 konzentriert sich seine Arbeit darauf, eine konsequente Klimapolitik mit einer härteren Linie in Migration und Sicherheit zu verbinden. Palmer gibt sich als pragmatischer Macher, nicht als ideologischer Vordenker. Kürzlich lotete Özdemir aus, ob er ihm ein Kabinettsposten anbieten könnte. Doch Palmer machte klar, dass er Tübingen nicht verlassen werde.
Die Entscheidung bedeutet, dass Palmer in der Kommunalpolitik bleibt, statt in die Landespolitik der Grünen zurückzukehren. Sein Ansatz – die Verbindung von Umweltzielen mit strengerer Sicherheitspolitik – prägt weiterhin die Tübinger Politik. Vorerst bleibt sein Fokus auf die Stadt gerichtet, nicht auf ein politisches Comeback in größerem Maßstab.