Bosch streicht 13.000 Jobs in Deutschland – Wut und Angst in Baden-Württemberg
Selma SchmiedtBosch streicht 13.000 Jobs in Deutschland – Wut und Angst in Baden-Württemberg
Bosch kündigt Abbau von 13.000 Stellen in Deutschland an – Wut und Unsicherheit in Baden-Württemberg
Bosch hat Pläne bekannt gegeben, rund 13.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen, darunter auch an wichtigen Standorten in Baden-Württemberg. Die Nachricht hat vor allem am Werk Buhl/Buhlertal Empörung und Verunsicherung ausgelöst, wo Mitarbeiter massive Entlassungen befürchten. Die Gewerkschaft IG Metall Offenburg drängt nun auf dringende Gespräche mit dem Unternehmen.
Der Betriebsrat des Bosch-Werks in Buhl hielt nach Bekanntwerden der Stellenstreichungen eine Versammlung ab. Kein Vertreter der Unternehmensführung war anwesend – die Belegschaft blieb frustriert und ohne klare Antworten zurück. Die Stimmung wurde als angespannt beschrieben, geprägt von Enttäuschung und Wut.
Der Betriebsratsvorsitzende warnte, dass die Stellenkürzungen zur vollständigen Schließung des Standorts führen könnten. Bühls Bürgermeister bezeichnete die geplanten Abbaumaßnahmen als "harten Schlag", besonders wenn die Hälfte der Belegschaft entlassen werde. Die Mitarbeiter blicken nun einer ungewissen Zukunft entgegen.
Die IG Metall Offenburg fordert detaillierte Verhandlungen mit Bosch, um Alternativen zu prüfen. Die Gewerkschaft besteht auf Transparenz und verlangt konkrete Informationen zu den Perspektiven der Betroffenen. Die Gespräche sollen am 7. Oktober beginnen – in der Hoffnung auf ein besseres Ergebnis.
Die Kürzungen sind Teil von Boschs umfassendem Plan, bis 2025 weltweit 22.000 Stellen in der Sparte Mobility abzubauen. In Baden-Württemberg sind Standorte wie Stuttgart-Feuerbach, Schwieberdingen und Waiblingen besonders betroffen. Waiblingen wird komplett geschlossen, was rund 560 Arbeitsplätze kostet. In Stuttgart-Feuerbach waren zunächst 3.325 Entlassungen vorgesehen – nach Verhandlungen wurde die Zahl auf 2.500 reduziert.
Die Stellenstreichungen hinterlassen die Belegschaften in Buhl und anderen Werken in einer unsicheren Zukunft. Die anstehenden Gewerkschaftsverhandlungen im Oktober werden zeigen, ob sich Alternativen finden lassen. Bis dahin liegt der Fokus darauf, Arbeitsplätze zu sichern und den Betroffenen Klarheit zu verschaffen.






