29 April 2026, 08:38

Bosch will bis 2020 komplett klimaneutral produzieren – mit radikalen Maßnahmen

Weißer fetter Text "net-zero emissions by 2050" auf einem soliden grünen Hintergrund.

Bosch will bis 2020 komplett klimaneutral produzieren – mit radikalen Maßnahmen

Bosch setzt sich ehrgeizige Ziele: Bis 2020 will der Konzern komplett klimaneutral sein. Das Unternehmen plant, die CO₂-Emissionen im Vergleich zu 2018 um 3,3 Millionen Tonnen zu reduzieren. Ein zentraler Hebel liegt dabei auf der Verringerung des Luftfrachts, das damals 71 Prozent der transportbedingten Emissionen ausmachte.

2018 war der Lufttransport der größte CO₂-Verursacher im Logistikbereich von Bosch. Zwar verbrauchen Frachtflugzeuge 1,7-mal weniger Energie als Passagiermaschinen – dennoch will das Unternehmen geplante Lufttransporte künftig vollständig vermeiden. Stattdessen sollen Waren per Schiff verschifft werden, auch wenn dies größere Lagerbestände erfordert.

In anderen Bereichen hat Bosch bereits Fortschritte erzielt: Am Standort Renningen senkten ein begrüntes Dach und ein Regenwassersystem den Energieverbrauch um 30 Prozent. Am Standort Stuttgart-Feuerbach konnte der Verbrauch seit 2007 durch Schulungen und effizienteres Management sogar um 55 Prozent gedrückt werden. Auch im Lkw-Transport gab es Verbesserungen: Optimierte Ladungsgrößen und Lieferpläne reduzierten die CO₂-Emissionen um das Dreifache.

Für die Klimaziele investiert Bosch rund eine Milliarde Euro. Die Mittel fließen in energieeffiziente Modernisierungen, klimaneutrale Stromverträge und CO₂-Kompensationsprojekte. Weltweit laufen bereits Projekte für erneuerbare Energien, darunter Wind- und Solaranlagen an verschiedenen Standorten.

Hintergrund ist, dass Lieferketten 18 Prozent der Emissionen der Automobilbranche ausmachen. Bosch will dieser Herausforderung direkt begegnen – ohne die operative Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

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Die Milliarde Euro soll saubere Energien, Effizienzsteigerungen und CO₂-Zertifikate finanzieren. Der Umstieg von der Luft- auf die Schifffracht spielt dabei eine Schlüsselrolle, um das Ziel der klimaneutralen Produktion bis 2020 zu erreichen. Die bisherigen Maßnahmen des Unternehmens zeigen bereits messbare Erfolge bei der Senkung des Energieverbrauchs und der CO₂-Bilanz.

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