10 January 2026, 20:20

CDU-Chef Hagel fordert syrische Flüchtlinge zum Wiederaufbau ihrer Heimat auf

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer Kriegszene mit Text darüber.

CDU-Landeschef Hagel: Syrer sollten ihr Heimatland wieder aufbauen - CDU-Chef Hagel fordert syrische Flüchtlinge zum Wiederaufbau ihrer Heimat auf

In Baden-Württemberg hat sich die Debatte über die Rückkehr syrischer Flüchtlinge zugespitzt. Manuel Hagel, Landesvorsitzender der CDU, rief Syrer dazu auf, beim Wiederaufbau ihrer Heimat mitzuhelfen. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Deutschland zunehmend über Rückführungspolitiken und die Grenzen der Aufnahmekapazitäten diskutiert.

Hagel verwies zwar auf die Zerstörungen in Syrien, betonte aber, dass nun der Zeitpunkt gekommen sei, über eine Rückkehr zu sprechen. Er zog einen Vergleich zur Nachkriegszeit in Deutschland, als Trümmerfrauen – Frauen, die Schutt wegräumten – und Freiwillige das Land wieder aufbauten. Seine Aussagen deuten an, dass ein ähnlicher Einsatz auch in Syrien möglich wäre.

Demgegenüber lehnt Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen Zwangsrückführungen wiederholt ab. Nach geltendem Recht stuft Deutschland Syrien als unsicher ein, was generelle Rückführungen verhindert. Kretschmann befürwortet lediglich Einzelfallprüfungen bei schweren Straftätern oder Sicherheitsrisiken. Hagel anerkannte zwar Deutschlands Rolle bei der Unterstützung von Flüchtlingen, wies aber auf die begrenzten Kapazitäten des Landes hin. Sein Appell an Syrer, sich am Wiederaufbau zu beteiligen, spiegelt die wachsenden Bedenken hinsichtlich langfristiger Integration und der Belastung der Ressourcen wider.

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Der Austausch zeigt die unterschiedlichen Positionen Baden-Württembergs im Umgang mit syrischen Flüchtlingen. Während Kretschmann auf rechtlichen Schutz pocht, setzt sich Hagel für eine Neuausrichtung hin zu Rückführung und Eigenverantwortung ein. Die Debatte wird voraussichtlich die künftigen politischen Diskussionen über Migration und Asyl prägen.