CDU/CSU lehnt Schuldenbremse-Aussetzung trotz Nahost-Krise strikt ab
Oswin BolanderCDU/CSU lehnt Schuldenbremse-Aussetzung trotz Nahost-Krise strikt ab
Die konservative CDU/CSU-Fraktion in Deutschland spricht sich gegen eine Aussetzung der Schuldenbremse aus – trotz der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten. Die Warnung erfolgt zu einer Zeit, in der andere politische Gruppen fordern, die Kreditregeln angesichts möglicher wirtschaftlicher Risiken zu lockern. Steigende Zinsen und Inflation belasten Haushalte und Unternehmen bereits stark, wie führende Abgeordnete betonen.
Mathias Middelberg, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, warnte davor, den Iran-Konflikt als Begründung für neue Kredite heranzuziehen – dies würde einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen. Er argumentierte, dass Spekulationen über zusätzliche Schulden nicht zur Standardlösung werden dürften, sobald Herausforderungen auftauchen. Stattdessen betonte er, dass weitere Kredite die deutschen Zinsen nur weiter in die Höhe treiben und die Belastung für Verbraucher sowie die Gesamtwirtschaft verschärfen würden.
Die Debatte entstand nach Äußerungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Matthias Miersch, der vorschlug, die Regierung solle in Krisenzeiten bereit sein, mehr Schulden aufzunehmen. Seine Begründung: Man müsse einen wirtschaftlichen Kollaps verhindern, falls sich externe Schocks wie geopolitische Instabilität zuspitzen. Doch die CDU/CSU bleibt unnachgiebig: Eine Aufhebung der Schuldenbremse jetzt, so ihre Position, würde die finanzielle Instabilität vertiefen – statt sie zu lösen.
Vorerst bleibt die Schuldenbremse damit bestehen. Die Haltung der Union steht im Widerspruch zu den Forderungen der SPD nach flexibleren Kreditregeln in Krisenzeiten. Angesichts steigender Zinsen und wachsender wirtschaftlicher Belastungen dürfte der Streit über die Finanzpolitik weitergehen.






