CDU-Frauenanteil steigt leicht – doch die absolute Zahl der Mitglieder sinkt
Sandro GuteCDU-Frauenanteil steigt leicht – doch die absolute Zahl der Mitglieder sinkt
In der CDU ist der Frauenanteil leicht gestiegen – sie stellen nun 26,6 Prozent der Parteimitglieder. Dennoch ist die absolute Zahl der weiblichen Mitglieder bis Oktober 2025 auf 95.505 gesunken. Die Zahlen werden bekannt, während die Partei weiterhin eine 2022 eingeführte Frauenquote durchsetzt, um die Repräsentation von Frauen in Führungspositionen zu stärken.
2022 hatte die CDU beschlossen, dass bis 2025 die Hälfte aller Vorstandsposten mit Frauen besetzt sein muss. Diese Quote bleibt bis 2029 in Kraft, wobei vor Ablauf eine Überprüfung geplant ist. Aktuell strebt die Partei eine paritätische Besetzung in Präsidium und Stellvertreterrollen an – ein Ziel, das auf dem Bundesparteitag in Stuttgart diskutiert wurde.
Der Frauenanteil in der CDU variiert jedoch stark zwischen den Bundesländern. Hamburg führt mit 35,2 Prozent, während Niedersachsen nur auf 24,5 Prozent kommt. Auch außerhalb der Partei zeigt sich in der Kommunalpolitik ein uneinheitliches Bild: In Sachsen-Anhalt besetzen Frauen lediglich 14,8 Prozent der Mandate in Gemeinden, in Hamburg sind es dagegen 34,2 Prozent.
Trotz der Quote ist die Gesamtzahl der weiblichen Mitglieder gesunken. Aktuelle Daten zu Veränderungen bei den männlichen oder weiblichen Mitgliedern seit 2022 fehlen, sodass die Gründe für den Rückgang unklar bleiben.
Die Frauenquote der CDU gilt bis 2029, wobei vor dem Auslaufen eine Evaluation vorgesehen ist. Zwar ist der prozentuale Anteil der Frauen in der Partei leicht gewachsen, doch ihre absolute Zahl ist zurückgegangen. Die deutlichen Unterschiede in der Frauenrepräsentation – sowohl innerhalb der Partei als auch in den Kommunalparlamenten – unterstreichen die anhaltenden Ungleichheiten in der politischen Teilhabe.
