Cem Özdemir plädiert für liberalen Kurs und ökologische Marktwirtschaft vor Grünen-Parteitag
Gretel BirnbaumCem Özdemir plädiert für liberalen Kurs und ökologische Marktwirtschaft vor Grünen-Parteitag
Cem Özdemir plädiert vor Grünen-Parteitag für liberalen Kurs und ökologische Marktwirtschaft
Vorschau: Der Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, hat vor dem Bundesparteitag seiner Partei einen liberalen Kurs gefordert. „Unser Ziel sollte es sein, die Lücke im Liberalismus zu füllen – einen Liberalismus, der Freiheit und Verantwortung zusammen denkt“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Das Leitbild ist die ökologische Marktwirtschaft: Der Staat setzt den Rahmen, [...]“
27. November 2025, 23:00 Uhr
Themen: Politik und Gesetzgebung, Innenpolitik
Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen für die anstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg, wirbt für einen neuen politischen Ansatz. Er fordert eine „liberale Klimapolitik“, die ökologische Ziele mit marktwirtschaftlicher Innovation verbindet. Seine Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei vom 28. bis 30. November 2025 in Hannover zu ihrem Bundesparteitag zusammenkommt.
Im Mittelpunkt von Özdemirs Konzept steht die „ökologische Marktwirtschaft“. Dabei soll der Staat klare Regeln vorgeben, Unternehmen aber Spielraum lassen, um grüne Lösungen voranzutreiben. Sein Argument: Vertrauen in marktwirtschaftliche Innovationen – und nicht in starre Regulierung – werde den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit beschleunigen.
Gleichzeitig kritisiert er die Bundesregierung für eine fehlerhafte Mittelverwendung. Laut Özdemir fehlt es den aktuellen Ausgaben an Weitsicht, um langfristige Investitionen in Klima und Technologie zu sichern. Seine Äußerungen spiegeln eine innerparteiliche Debatte wider, wie sich staatliche Steuerung und wirtschaftliche Freiheit in Einklang bringen lassen. Der Bundesparteitag in Hannover bietet dafür eine Plattform. Zwar gibt es keine Bestätigung, dass Özdemir seine Vision dort offiziell vorstellen wird, doch seine Ideen passen in die aktuelle Diskussion der Grünen über eine Modernisierung der Umweltpolitik.
Özdemirs Vorstoß zielt darauf ab, das wirtschaftliche Profil der Grünen vor der baden-württembergischen Wahl neu auszurichten. Sein Fokus auf marktgetriebene Innovationen steht im Kontrast zu traditionellen Forderungen nach strengerer staatlicher Kontrolle. Das Ergebnis könnte prägend dafür sein, wie die Partei künftig Klimapolitik in Wahlkämpfen gestaltet.
