Chaos-Woche in Oberschwaben: Betrüger, Raser und eine 86-jährige Autofahrerin halten Polizei in Atem
Gretel BirnbaumChaos-Woche in Oberschwaben: Betrüger, Raser und eine 86-jährige Autofahrerin halten Polizei in Atem
Eine Reihe von Vorfällen in Friedrichshafen, Ravensburg und Leutkirch hat die lokale Polizei in dieser Woche in Atem gehalten. Von Verkehrsunfällen bis zu Betrugsmaschen ermitteln die Behörden in mehreren Fällen und rufen die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf.
In einem Fall soll eine ältere Frau mehrere parkende Autos beschädigt haben, in einem anderen wurde ein Radfahrer von einem Autofahrer erfasst, der ihn übersah. Gleichzeitig gelang es Betrügern, die sich als Polizisten ausgaben, einem älteren Mann mehrere tausend Euro zu entwenden.
Am Montagabend streifte ein Rettungswagen auf dem Weg zu einem Einsatz auf der Wangener Straße ein entgegenkommendes Fahrzeug. Der Fahrer meldete den Zusammenstoß später der Polizei. Schwerverletzte gab es nicht.
Ein 12-jähriger Radfahrer erlitt leichte Verletzungen, nachdem er von einem Nissan-Fahrer angefahren wurde, der nach links in eine Einfahrt abbog. Der Autofahrer gab an, den Jungen vor dem Aufprall nicht gesehen zu haben. In Ravensburg gingen bei der Polizei Meldungen über einen roten Kleinwagen ein, der gegen 17:30 Uhr in der Nähe der Schmalegger Straße und der Karmeliterstraße parkende Fahrzeuge touchiert haben soll. Nähere Angaben zum Fahrer oder Fahrzeug liegen jedoch nicht vor. Zudem fahnden die Behörden nach dem Fahrer eines grauen VW-Transporters, der möglicherweise bei einem nicht näher beschriebenen Vorfall seinen Seitenspiegel beschädigt hat. Zeugen oder Geschädigte werden gebeten, sich zu melden.
In Leutkirch kratzte ein Unbekannter die gesamte linke Seite eines vor einem Baumarkt abgestellten VW Tiguan. Der Besitzer entdeckte den Schaden später. Sechzehn Autofahrer wurden auf der B 33 mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt und müssen nun mit Bußgeldern und Verwarnungen rechnen. Die Polizei wies erneut darauf hin, die vorgeschriebenen Tempolimits einzuhalten.
Ein älterer Mann im Friedrichshafener Stadtteil Weststadt fiel auf einen Betrug herein, nachdem er einen Anruf von falschen Polizisten erhalten hatte. Die Betrüger behaupteten, in der Nähe habe ein Raub stattgefunden, und überredeten ihn, einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag in bar zu übergeben. Die Kriminalpolizei ermittelt nun in dem Fall und sucht nach Hinweisen zu einer Frau, die möglicherweise beteiligt war.
Getrennt davon soll eine 86-jährige Frau in Weststadt mehrere parkende Fahrzeuge gestreift haben. Die Polizei bittet betroffene Autofahrer, sich im Rahmen der laufenden Ermittlungen zu melden.
Die Vorfälle verdeutlichen eine Bandbreite an aktuellen Problemen – von der Verkehrssicherheit bis hin zu Betrugsdelikten. Die Polizei ermittelt in allen Fällen weiter, wobei einige öffentliche Aufrufe zur Mithilfe noch offen sind. Autofahrer und Anwohner werden daran erinnert, verdächtige Aktivitäten zu melden und die Verkehrsregeln einzuhalten, um weitere Vorfälle zu verhindern.
