Charli XCX beendet ihre Brat-Ära mit provokanter Film-Mockumentary The Moment
Sandro GuteCharli XCX beendet ihre Brat-Ära mit provokanter Film-Mockumentary The Moment
Charli XCX hat mit The Moment das Ende ihrer Brat-Ära markiert – einer Mockumentary, die am 23. Januar 2026 beim Sundance Filmfestival Premiere feierte. Der Film, der Fiktion mit fast schon realen Elementen vermischt, zeigt die Popkünstlerin in einer überzeichneten Version ihrer selbst. Die Kritik reagierte gespalten: Gelobt wurde ihre schauspielerische Leistung, doch der ungleichmäßige Ton des Films sorgte für Diskussionen.
The Moment begleitet Charli XCX' Figur durch übertriebene, aber durchaus plausible Szenen – Ereignisse, die nie stattfanden, aber leicht hätten passieren können. Mit dabei sind Alexander Skarsgård, Kylie Jenner, Julia Fox und Rachel Sennott, die jeweils fiktionalisierte Versionen ihrer selbst spielen. Das Projekt erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Charli XCX das Brat-Phänomen für beendet erklärt: "Es liegt an der Welt, aber für mich ist es vorbei", sagte sie gegenüber Reportern.
Die Premiere in Sundance zog vor allem wegen ihrer frechen Satire Aufmerksamkeit auf sich, wobei Kritiker die chaotische zweite Hälfte des Films anmerkten. Gelobt wurde Charli XCX' verletzliche und überzeugende Darstellung, die als vielversprechender Einstieg in ihre Schauspielkarriere gilt. Dennoch hielten sich die Stimmen zurück, den Film als durchgehenden Erfolg zu bezeichnen – vielmehr wird er als ehrgeiziges, aber ungleichmäßiges Debüt bewertet.
Der Schritt zur Schauspielerei folgt auf ihr 2024 erschienenes Album Brat, das eine kulturelle Welle auslöste – selbst die Präsidentschaftskampagne der US-Kandidatin Kamala Harris wurde davon beeinflusst. Neben The Moment war Charli XCX bereits in The Gallerist und I Want Your Sex zu sehen; außerdem steht mit Faces of Death ein Horror-Remake an.
Die Rezeption des Films festigt Charli XCX' Ruf als kreative Kraft jenseits der Musik, setzt aber auch maßvolle Erwartungen an ihre zukünftigen Rollen. Mit The Moment schließt sie das Brat-Kapitel ab – ihre nächsten Schritte in Film und Musik werden daher noch genauer beobachtet werden. Der Film selbst bleibt trotz seiner Schwächen ein Gesprächsthema, vor allem wegen seiner Kühnheit und ihrer schauspielerischen Leistung.
