Deutschlands Kohlekraftwerke kämpfen um ihre Zukunft – und verlieren
Gretel BirnbaumDeutschlands Kohlekraftwerke kämpfen um ihre Zukunft – und verlieren
Deutschlands Kohlekraft steht vor wachsender Unsicherheit
Seit 2011 wurden sechs geplante Kohlekraftwerksprojekte gestrichen, und seit 2009 wurden keine neuen Genehmigungen mehr erteilt. Geringe Strompreise und sich ändernde Energiepolitiken haben alle verbleibenden konventionellen Kohlevorhaben auf Eis gelegt.
Das letzte Mal, dass Deutschland ein neues Kohlekraftwerk genehmigte, war im Jahr 2009. Zehn derzeit im Bau befindliche Projekte erhielten ihre Bewilligungen noch vor diesem Datum. Der Bau eines Kohlekraftwerks dauert in der Regel etwa fünf Jahre – die neuesten Anlagen, die jetzt ans Netz gehen, wurden also vor mehr als einem Jahrzehnt geplant.
Nur zwei Kohlekraftwerke sind in den letzten Jahren in Betrieb gegangen. Ihre Genehmigungen stammen aus den Jahren 2005 und 2006, lange bevor Deutschland den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie einleitete. Trotz der Abschaltung der Atomreaktoren wurden keine neuen Kohleprojekte als Reaktion darauf gestartet.
Seit 2011 wurden sechs Kohleprojekte vollständig aufgegeben. Untersuchungen des Energieanalysten Craig Morris bestätigen, dass in diesem Zeitraum in Deutschland keine Kohlekraftwerke gebaut wurden. Angesichts sich verschlechternder Marktbedingungen könnte die Kohlekraft bald Schwierigkeiten haben, wirtschaftlich tragfähig zu bleiben.
Die Zukunft der Kohle in Deutschland sieht zunehmend ungewiss aus. Alle aktuellen Projekte liegen auf Eis, und seit über 15 Jahren wurden keine neuen Genehmigungen mehr erteilt. Sollten die Strompreise niedrig bleiben, könnten auch bestehende Kraftwerke in den kommenden Jahren vom Netz gehen.






