21 April 2026, 18:13

Duisburgs Hightech-Polizeilabor: Roboterhund, Luxus-Kaffee und 4,66 Millionen Euro Kostenexplosion

Außenansicht eines Kaffees namens "Mega Coffee" mit Tischen, Stühlen, einem Bodenständer, Deckenleuchten und einem Topfpflanze in Singapur.

Duisburgs Hightech-Polizeilabor: Roboterhund, Luxus-Kaffee und 4,66 Millionen Euro Kostenexplosion

Ein Hightech-Polizeilabor in Duisburg ist zum Zentrum ungewöhnlicher Innovationen – und unerwarteter Kosten – geworden. Ursprünglich mit 250.000 Euro veranschlagt, explodierte das Budget des Projekts auf schließlich 4,66 Millionen Euro. Innen arbeiten Beamte und Technikteams Seite an Seite mit hochmodernen Geräten – darunter ein Roboterhund mit einer skurrilen Funktion.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Duisburger Innovationslabor erstreckt sich über 530 Quadratmeter und ist voller kurioser Besonderheiten. Ein Heimkino ermöglicht es dem Technikteam, Folgen von CSI zu schauen, um ihre forensischen Fähigkeiten zu schärfen. Der Überwachungsbereich wirkt dagegen verlassen: Ein kaputter Fernseher und keine Spur vom Labor-Roboter Spot, der eigentlich programmiert war, belastendes Beweismaterial zu "verschlucken" und in winzige Datenpillen zu zerlegen. Doch sein aktueller Verbleib bleibt unklar.

Anderswo glänzt die Kaffeemaschine des Labors mit 100 individuellen Einstellungen und brüht Getränke in Barista-Qualität. Kriminalhauptkommissar Klaus Brandner bedient sie oft persönlich. Besucher des Labors genießen einen unerwarteten Luxus: Ein Stretch-Limousine chauffiert sie zurück zur Polizeidirektion.

Trotz der opulenten Ausstattung führte das Landesamt für Polizeiliche Dienste (LZPD) vorab keine Kosten-Nutzen-Analyse durch. Sollte sich das Projekt bewähren, plant Brandner, die Methoden auf Polizeistationen in ganz Nordrhein-Westfalen auszuweiten.

Mit 4,66 Millionen Euro lag die Endabrechnung weit über den ursprünglichen Schätzungen. Die Mischung aus Hightech und skurrilen Annehmlichkeiten wirft Fragen zur sinnvollen Mittelverwendung auf. Bei Erfolg will Brandner das Konzept jedoch flächendeckend in der Region einführen.

Quelle