E-Auto-Wende in Gefahr: Tausende Gemeinden ohne eine einzige Ladesäule
Deutschlands Umstieg auf Elektroautos stockt: Tausende Gemeinden ohne Ladesäulen
Der Wandel hin zur E-Mobilität in Deutschland steht vor einem großen Hindernis: Noch immer fehlen in tausenden Städten und Gemeinden öffentlich zugängliche Ladestationen. Stand 25. Mai 2026 verfügen fast 42 Prozent der Kommunen über keine einzigen Lademöglichkeiten. Die ungleiche Verteilung sorgt für Kritik – während einige Regionen gut ausgestattet sind, hinken andere weit hinterher.
Die Bundesregierung versucht, den Absatz von Elektroautos mit Kaufprämien zwischen 1.500 und 6.000 Euro anzukurbeln. Die seit Januar geltenden Förderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage durch stark gestiegene Spritpreise – bedingt durch den Iran-Konflikt – ohnehin zunimmt. Doch das lückenhafte Ladenetz bleibt ein zentrales Hindernis für den Ausstieg aus Benzin- und Diesel-Fahrzeugen.
Die Daten zeigen deutliche regionale Unterschiede: In Ostdeutschland hat die Hälfte aller Kommunen keine öffentlichen Ladestationen, im Westen ist es immerhin noch jede vierte. Besonders schlecht aufgestellt sind Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Bremen, Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und das Saarland verzeichnen dagegen eine flächendeckende Versorgung.
Größere Städte sind besser versorgt – 99 Prozent der Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern verfügen über mindestens eine Ladesäule. Doch in kleineren Orten fehlt es oft an Infrastruktur. Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch kritisiert die Ungleichheit und fordert dringende Maßnahmen, um die Versorgungslücken zu schließen.
Mit 4.548 von 10.775 Kommunen ohne Ladeinfrastruktur bleibt der Ausbau unvollendet. Zwar sollen die Subventionen die Verbreitung beschleunigen, doch die ungleiche Verfügbarkeit könnte den Fortschritt bremsen. Ohne ein dichteres Netz an Ladestationen dürfte vielen Autofahrern der Umstieg auf Elektrofahrzeuge schwerfallen.






