Eltern kämpfen um die Zukunft ihrer Kita in Villingen – droht die Schließung?
Sandro GuteEltern kämpfen um die Zukunft ihrer Kita in Villingen – droht die Schließung?
Rund 40 Eltern trafen sich in der Neuen Tonhalle in Villingen, um drängende Sorgen im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung zu besprechen. Der Träger, die KIKRiPP gGmbH, steht vor einer möglichen Insolvenz – für die Familien wirft dies Fragen zur Zukunft der Betreuung ihrer Kinder auf. Da aktuell 65 Kinder in der Einrichtung angemeldet sind, drängen die Eltern auf Lösungen, bevor gerichtliche Entscheidungen endgültig fallen.
An der Versammlung nahmen neun Stadträte aller Fraktionen sowie der Bürgermeister teil. Im Mittelpunkt standen weniger die laufenden juristischen Auseinandersetzungen als vielmehr die akute Schließungsgefahr. Sollte KIKRiPP den Betrieb einstellen, könnten viele Familien Schwierigkeiten haben, kurzfristig alternative Betreuungsplätze zu finden – was den Druck auf die Kommune und die Steuerzahter erhöhen würde.
Ein Vorschlag sah vor, dass KIKRiPP im Gegenzug für finanzielle Garantien der Stadt auf seine Forderung nach reduzierten monatlichen Elternbeiträgen verzichtet. Erörtert wurde auch die Möglichkeit, die Einrichtung unter die Verwaltung eines Insolvenzverwalters zu stellen, um den Betrieb für weitere drei Monate aufrechterhalten zu können. Zudem könnte die Johanniter-Unfall-Hilfe, die in Villingen-Schwenningen bereits die Johanniter-Kindertagesstätte betreibt, mit Unterstützung eines Verwalters einspringen. Eltern äußerten die Sorge, die rechtlich gesicherten Betreuungsplätze für ihre Kinder zu verlieren. Bei dem Treffen wurde zudem die finanzielle Vorgeschichte der Einrichtung beleuchtet, darunter Förderrichtlinien und Änderungen bei den Zuschüssen seit dem 1. September. Beide Seiten einigten sich darauf, den Dialog fortzuführen, falls bis zur endgültigen Entscheidung neue Fragen auftauchen.
Die Diskussionen machten deutlich, wie dringend eine kurzfristige Lösung benötigt wird, um den Betrieb der Kita zu sichern. Falls ein Insolvenzverfahren eingeleitet wird, könnte ein Verwalter die Betreuung für drei Monate weiterführen. Bis dahin bleiben Eltern und Verantwortliche in engem Austausch, um Unterbrechungen für die angemeldeten Kinder zu vermeiden.
