03 April 2026, 02:11

EnBW baut Mega-Batteriespeicher auf Atomkraftwerksgelände in Philippsburg

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem Erl"auterungstext.

EnBW baut Mega-Batteriespeicher auf Atomkraftwerksgelände in Philippsburg

EnBW plant Großspeicher für Ökostrom am Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Philippsburg

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Am Standort des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg soll einer der größten Batteriespeicher Deutschlands entstehen. Das Projekt von EnBW sieht ein zentrales Energiespeicherprojekt mit einer Leistung von 400 Megawatt (MW) und einer Kapazität von 800 Megawattstunden (MWh) vor. Bei Genehmigung könnten die Bauarbeiten bald beginnen, die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.

In ganz Deutschland laufen bereits weitere Großprojekte für Batteriespeicher. Das Unternehmen Intilion baut zwei Anlagen in Mainz und Wiesbaden, während JUWI und AXSOL drei weitere Speicher in verschiedenen Regionen realisieren. Der Standort Philippsburg wurde wegen der bereits vorhandenen, leistungsstarken Infrastruktur gewählt. Die Stilllegung der beiden Reaktorblöcke begann 2017 und 2020, sodass das Gelände nun für neue Energieprojekte zur Verfügung steht. EnBW bestätigte, dass der Batteriespeicher unabhängig vom Rückbau des Kernkraftwerks betrieben wird.

Der Netzbetreiber TransnetBW soll die notwendige Netzanschlusskapazität bis Mitte 2027 bereitstellen. EnBW plant, das Projekt ohne staatliche Subventionen zu finanzieren – stattdessen sollen Erlöse aus dem Stromverkauf und Netzdienstleistungen die Kosten decken. Bisher liegt jedoch noch keine Baugenehmigung vor, und die finale Investitionsentscheidung steht noch aus.

Falls alles nach Plan verläuft, könnte die Anlage Ende 2027 in Betrieb gehen. Mit 400 MW Leistung und 800 MWh Speicherkapazität wäre sie einer der größten Batteriespeicher Deutschlands. Zum Vergleich: Die beiden Intilion-Projekte in Mainz und Wiesbaden kommen zusammen auf 101,5 MWh, während die drei Standorte von JUWI und AXSOL 89 MWh hinzufügen. In Mühlhausen (Thüringen) entsteht zudem ein kleinerer Speicher mit 4 MWh.

EnBW bezeichnet die Anlage in Philippsburg als zentralen Baustein für die Speicherung erneuerbarer Energien. Das Unternehmen will damit die Netzstabilität stärken und die Integration von Wind- und Solarstrom in das Energiesystem vorantreiben.

Sollte das Projekt bis 2027 fertiggestellt werden, würde es die Speicherkapazitäten in Deutschland deutlich erweitern. Zusammen mit anderen Großspeichern in Mainz, Wiesbaden und Altencelle würde es die Energiewende unterstützen. Ob EnBW das Vorhaben ohne Subventionen umsetzen kann, hängt von Markterlösen und behördlichen Genehmigungen ab.

Quelle