EU-Migration 2025: Mehr Zuwanderer, aber langsameres Wachstum als erwartet
Gretel BirnbaumEU-Migration 2025: Mehr Zuwanderer, aber langsameres Wachstum als erwartet
Migration in der EU veränderte sich 2025: Zahlen stiegen, doch das Wachstum verlangsamte sich
2025 vollzog sich ein Wandel in der Migrationsbewegung innerhalb der EU: Zwar stieg die Zahl der Zuwanderer, doch das Tempo der Zunahme flachte ab. Deutschland blieb das mit Abstand beliebteste Zielland und beherbergte fast 18 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Gleichzeitig verzeichneten auch andere große EU-Staaten wie Frankreich, Spanien und Italien deutliche Veränderungen in ihren Migrantenzahlen.
Bis Ende 2025 lebte in der EU eine Migrantenbevölkerung von 64,2 Millionen Menschen. Dieser Anstieg fiel jedoch geringer aus als in den Vorjahren – ein spürbarer Trendwechsel.
Deutschland führte die Statistik an: Die Zahl der Zuwanderer stieg um 2,1 Millionen, sodass das Land nun mit knapp 18 Millionen die meisten ausländischen Staatsbürger in der EU aufnimmt. Zudem gewährte es rund 2,7 Millionen Menschen Schutz als Flüchtlinge – mehr als jedes andere EU-Land.
Frankreich folgte als zweitwichtigstes Aufnahmeland mit 9,6 Millionen Migranten. In Spanien wuchs die Zahl der Zuwanderer um etwa 700.000 auf insgesamt 9,5 Millionen. Italien verzeichnete bis Jahresende 6,9 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund.
Vier Länder – Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland – bearbeiteten 2025 fast drei Viertel aller Asylanträge. Kleinere Staaten wie Luxemburg, Malta und Zypern stachen hingegen mit den höchsten prozentualen Migrantenanteilen im Verhältnis zu ihrer Gesamtbevölkerung hervor.
Die Daten unterstreichen Deutschlands anhaltende Vorreiterrolle als Ziel für Migranten und Geflüchtete. Zwar verlangsamte sich das allgemeine Wachstum, doch die Verteilung der Asylgesuche blieb auf wenige Schlüsselländer konzentriert. Die Zahlen zeigen zudem, wie unterschiedlich sich Migration auf die EU-Staaten auswirkt – von großen Ländern bis hin zu kleineren mit besonders hohem relativen Anteil an Zuwanderern.






