Ex-Bundestagsabgeordneter Mesarosch will SPD in Baden-Württemberg reformieren
Oswin BolanderSPD-Politiker Mesarosch wird nach Eklat Staatschef - Ex-Bundestagsabgeordneter Mesarosch will SPD in Baden-Württemberg reformieren
Robin Mesarosch, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, hat seine Kandidatur für den Vorsitz der baden-württembergischen SPD bekannt gegeben. Der Schritt erfolgt nach einer schweren Niederlage der Partei bei der Landtagswahl, bei der sie nur 5,5 Prozent der Stimmen holte. Seine Bewerbung stellt die erste Herausforderung für die SPD-Führung im Land seit dieser Wahlniederlage dar.
Mesarosch gab seine Kandidatur in einem Instagram-Video bekannt und rief die Partei dazu auf, sich dem Wandel zu öffnen und mutige Schritte zu wagen. Sein Appell folgt auf einen viel beachteten Monolog, in dem er die Wahlkampfstrategie der SPD und das Krisenmanagement des Landesgeschäftsführers während des Wahlkampfs scharf kritisierte.
Bevor er 2021 in den Bundestag einzog, war Mesarosch SPD-Kreisvorsitzender in Sigmaringen. Dort erzielte er in einem konservativ geprägten Gebiet eines der besten Erststimmenergebnisse der Partei und verzeichnete den höchsten relativen Mitgliederzuwachs im Land. Seine vierjährige Amtszeit als Abgeordneter endete in diesem Jahr.
Nun hat er drei Reformschwerpunkte skizziert: eine klarere inhaltliche Ausrichtung der Partei, mehr Mitsprache für die Mitglieder und eine bessere Kommunikation. Mit 121.000 Followern in den sozialen Medien übertrifft er die Reichweite der aktuellen SPD-Doppelspitze Lars Klingbeil und Bärbel Bas – und verfügt damit über eine größere Plattform, um seine Botschaften zu verbreiten.
Der innerparteiliche Führungsstreit wird zeigen, ob Mesaroschs Ansatz die SPD in Baden-Württemberg wiederbeleben kann. Sein Wahlkampf konzentriert sich auf interne Reformen und eine selbstbewusstere Ausrichtung der Partei. Das Ergebnis wird die Strategie der SPD für künftige Wahlen im Land prägen.






