Falsche Pässe bei Pizzaboten: Schwarzarbeit und Urkundenfälschung in Ludwigsburg aufgedeckt
Gretel BirnbaumFalsche Pässe bei Pizzaboten: Schwarzarbeit und Urkundenfälschung in Ludwigsburg aufgedeckt
Zwei Aushilfskräfte in einem Pizzalieferdienst in Ludwigsburg stehen im Verdacht, gefälschte Ausweisdokumente verwendet zu haben. Die beiden Männer, 28 und 36 Jahre alt, müssen sich nun wegen illegalen Aufenthalts, Schwarzarbeit und Urkundenfälschung verantworten. Die Behörden wurden aktiv, nachdem ein Prüfgerät ihre Ausweise als verdächtig eingestuft hatte.
Der Fall nahm seinen Lauf, als die beiden indischen Staatsbürger bei einer Routinekontrolle einen griechischen Pass und einen bulgarischen Personalausweis vorlegten. Ein Dokumentenscanner meldete sofort Zweifel an der Echtheit der Papiere. Die Polizei bestätigte später, dass es sich um Fälschungen handelte.
Gegen beide Männer wurden Haftbefehle erlassen, doch sie entgingen der Untersuchungshaft, indem sie jeweils eine Kaution von 2.500 Euro hinterlegten. Die Ermittlungen laufen noch; unter den Vorwürfen befinden sich illegale Beschäftigung und die Fälschung amtlicher Dokumente.
Der Vorfall reiht sich in eine bundesweite Entwicklung ein: Zwischen 2024 und 2025 deckten Finanzermittler 12.847 Fälle gefälschter Identitätsdokumente im Zusammenhang mit illegaler Arbeit auf. Sobald die aktuellen Ermittlungen abgeschlossen sind, droht den beiden Beschuldigten die Abschiebung.
Die Männer bleiben vorerst unter Beobachtung der Behörden, während der Fall final aufgearbeitet wird. Bei einer Verurteilung ist mit ihrer Ausweisung aus Deutschland zu rechnen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, gegen gefälschte Dokumente im Arbeitsumfeld vorzugehen.






