22 March 2026, 22:11

Falsche Social-Media-Profile: Wie Betrüger Bürgermeister in Deutschland täuschen

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes zur Verbots des Internetgebrauchs durch die Regierung.

Falsche Social-Media-Profile: Wie Betrüger Bürgermeister in Deutschland täuschen

Falsche Social-Media-Profile: Deutschlands Bürgermeister kämpfen mit wachsender Betrugsgefahr

In ganz Deutschland sehen sich Bürgermeister mit einem zunehmend drängenden Problem konfrontiert: gefälschte Social-Media-Profile. Mehrere Kommunalpolitiker aus der Region Offenburg berichten von Identitätsdiebstahl – mit Sorgen vor Betrug und politischer Einflussnahme. Zwar bleiben manche Amtsinhaber weiterhin online aktiv, doch die Risiken durch Belästigung und Täuschung lassen sich nicht länger ignorieren.

Eine aktuelle Umfrage der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl zeigt, dass etwas mehr als die Hälfte der deutschen Bürgermeister Social Media nutzen. Viele setzen auf Plattformen wie Facebook oder Instagram, um schnell Informationen zu verbreiten. Doch diese Sichtbarkeit hat ihren Preis: Hassnachrichten, Schikanen – und nun auch gefälschte Accounts, die ihre Identität kopieren.

Betroffen sind etwa Markus Ibert und Matthias Bauernfeind. Letzterer entdeckte erst kürzlich ein weiteres Fake-Profil unter seinem Namen, hält die Vorteile sozialer Medien aber weiterhin für größer als die Risiken. Zu den weiteren Zielpersonen zählen Martin Aßmuth, Günter Pfundstein, Dijana Opitz, Sven Müller und Stefan Hattenbach.

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Die Fälschungen zu erkennen, ist nicht immer einfach. Auffällig sind mitunter eine geringe Follower-Zahl oder minimale Abweichungen im registrierten Namen. Die Motive hinter den Profilen bleiben unklar – denkbar sind Betrugsversuche ebenso wie politische Manipulation. Eine Meldung an die Plattformbetreiber kann zur Löschung führen, doch die Reaktionszeiten variieren.

Bisher hat die Polizei Offenburg keine Ermittlungen zu den Fällen eingeleitet. Auch bundesweit gibt es keine offiziellen Zahlen, wie viele Bürgermeister seit Anfang 2024 betroffen sind.

Der Anstieg gefälschter Bürgermeister-Profile unterstreicht die Risiken, denen öffentliche Persönlichkeiten in sozialen Medien ausgesetzt sind. Zwar können gemeldete Fälschungen entfernt werden, doch der Prozess ist uneinheitlich – und das Problem bleibt bestehen. Fürs Erste müssen lokale Amtsinhaber abwägen zwischen den Vorzügen digitaler Präsenz und der wachsenden Gefahr digitaler Täuschung.

Quelle