25 April 2026, 02:12

"Fellwechsel"-Initiative startet: Wildtierfelle werden zu Mode verarbeitet – trotz Tierschutz-Kritik

Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel 'Felle und Fuzzys', das eine detaillierte, realistische Zeichnung eines amerikanischen Wasserfrettchens mit sichtbarem Fell und Merkmalen zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

"Fellwechsel"-Initiative startet: Wildtierfelle werden zu Mode verarbeitet – trotz Tierschutz-Kritik

Neue Initiative "Fellwechsel" startet: Wildtierfelle aus Deutschland werden zu Modeartikeln verarbeitet

Eine bundesweite Initiative mit dem Namen Fellwechsel hat ihre Arbeit aufgenommen, um die Felle von in Deutschland erlegten Wildtieren zu verarbeiten. Unterstützt von der Deutschen Jägerverband (DJV) und dem Landesjagdverband Baden-Württemberg, sollen aus Füchsen, Mardern, Waschbären und anderen Wildtieren Pelzprodukte wie Kissenbezüge oder Jackenfutter hergestellt werden. Das Vorhaben stößt jedoch bereits jetzt auf scharfe Kritik von Tierschutzorganisationen.

Betrieben wird das Projekt von einer speziellen Pelzverarbeitungsstation in Rastatt, die in der kommenden Woche ihren Betrieb aufnimmt. In voller Kapazität soll die Anlage täglich rund 100 Tiere verarbeiten. Die Felle werden anschließend an Gerbereien und Kürschner geliefert, wo sie zu Produkten wie Kissen, Pelzkrägen oder Jackenfuttern weiterverarbeitet werden.

Die Fellwechsel GmbH plant, ihre Arbeit über Auktionen und den direkten Verkauf der Felle zu finanzieren. Rentabel soll das Unternehmen werden, sobald es zwischen 7.000 und 10.000 Felle pro Jahr verarbeitet. Parallel kündigte die Blaser Jagdwaffen GmbH an, im Herbst drei Jackenmodelle auf den Markt zu bringen, deren Pelzanteile aus der Rastatter Station stammen.

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Die Initiative hat eine vorläufige Genehmigung für den Start erhalten. Der Deutsche Tierschutzbund lehnt das Projekt jedoch entschieden ab und warnt vor der kommerziellen Nutzung von Wildtierfellen.

Ab nächster Woche beginnt die Verarbeitungsstation in Rastatt mit der Pelzverarbeitung – der Startschuss für Fellwechsel. Der Erfolg des Vorhabens hängt davon ab, die jährliche Zielmarke von 7.000 bis 10.000 Fellen zu erreichen. Trotz der Kritik geht die Initiative mit Rückendeckung der Jägerverbände und Plänen für Pelzprodukte voran.

Quelle