Forschungsprojekt FACILE revolutioniert Lithium-Ionen-Batterien mit Silizium-Anoden
Selma SchmiedtForschungsprojekt FACILE revolutioniert Lithium-Ionen-Batterien mit Silizium-Anoden
Neues Forschungsprojekt FACILE soll Lithium-Ionen-Akkus mit fortschrittlichen Silizium-Anoden verbessern
Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen FACILE zielt darauf ab, Lithium-Ionen-Batterien durch den Einsatz hochmoderner Anodenmaterialien auf Siliziumbasis zu optimieren. Das mit 1,28 Millionen Euro geförderte Projekt soll die Energiespeicherkapazität steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung verringern. Vier Partner, darunter das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm, arbeiten in den kommenden zwei Jahren daran zusammen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung von Silizium-Anoden unter Verwendung flexibler Vliesstoff-Substrate. Diese Materialien sind speziell darauf ausgelegt, die starken Volumenänderungen während des Ladens und Entladens auszugleichen. Das Ziel besteht darin, eine praktische Kapazität von mindestens 1.000 Milliamperestunden pro Gramm zu erreichen – eine Steigerung der Energiedichte um bis zu 250 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Anoden.
Das ZSW übernimmt die Leitung der Testphase, beginnend mit kleinen Testzellen, bevor die Produktion in vollem Umfang anläuft. Zu den Aufgaben gehören die Charakterisierung, Herstellung und Bewertung der neuen faserbasierten Anoden in vollständigen Batteriezellen. Das Projekt deckt dabei alle Schritte ab – von der Materialentwicklung bis zur finalen Zellenmontage. Gefördert wird die Initiative vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, das Vorhaben läuft über 24 Monate. Die Koordination obliegt der Centrotherm international AG, unterstützt von Phoenix NonWoven GmbH & Co. KG, dem ISC Konstanz e.V. und der Universität Konstanz. Gemeinsam streben die Partner eine Leistungssteigerung der Batterien bei gleichzeitiger Verbesserung der Nachhaltigkeit an.
Bei Erfolg könnte das Projekt die Energiekapazität von Lithium-Ionen-Batterien deutlich erhöhen. Zudem könnten die neuen Silizium-Anoden die Umweltauswirkungen der Batterieproduktion verringern. Die Ergebnisse werden mit Spannung von Branchen erwartet, die auf Hochleistungs-Energiespeicher angewiesen sind.
