26 December 2025, 07:14

Freiburger Handwerkskammer überrascht mit politischem Adventskalender vor der Landtagswahl

Eine Gruppe von neun Personen, sechs Männer und drei Frauen, die stehen und lächeln, die meisten halten Urkunden, mit einer Whiteboard, einem Marker, gelben und roten Fahnen, einer weißen Fahne, grünen Vorhängen, einem Foto Rahmen auf einer weißen Wand und einer Deckenlampe im Hintergrund.

Freiburger Handwerkskammer überrascht mit politischem Adventskalender vor der Landtagswahl

Die Handwerkskammer Freiburg hat im Vorfeld der Landtagswahlen 2026 eine ungewöhnliche Kampagne gestartet: Statt mit Schokolade wartet ihr Adventskalender mit 24 Türchen auf – hinter jedem verbirgt sich eine politische Forderung zur Stärkung des baden-württembergischen Handwerks. Mit der Aktion will die Kammer diese Themen in der Vorweihnachtszeit und darüber hinaus in den Fokus rücken.

Der Kalender wird an alle Kandidatinnen und Kandidaten im Kammerbezirk Südbaden verschickt. Das Titelbild zeigt Handwerkerinnen und Handwerker verschiedener Gewerke und unterstreicht damit die Vielfalt und wirtschaftliche Bedeutung des Sektors. Rund 16.000 Handwerksbetriebe sind in der Region ansässig und bilden einen zentralen Pfeiler der lokalen Wirtschaft.

Hinter jedem Türchen steckt eine von 26 Forderungen – von Bürokratieabbau über Fachkräftesicherung bis hin zur Modernisierung der Infrastruktur. Faire Wettbewerbsbedingungen, Digitalisierung und bessere Arbeitsbedingungen stehen ebenfalls im Mittelpunkt der Kampagne. Landesweit könnten etwa 140.000 Betriebe profitieren, wenn diese Anliegen politisch vorangetrieben werden. Christof Burger, Präsident der Handwerkskammer Freiburg, bezeichnete das Projekt als Impuls für die politische Debatte. An seiner Seite führen die Vizepräsidenten Friedrich Sacherer und René Gammerdinger die Kammer; parallel leitet Burger sein eigenes Unternehmen mit 180 Beschäftigten. Er betonte, dass es der Kampagne darum gehe, das Handwerk auch lange nach der Wahl auf der Agenda zu halten.

Der Adventskalender dient dabei sowohl als saisonale Erinnerung als auch als langfristiger Appell. Durch die Ansprache von Kandidatinnen, Kandidaten und der Öffentlichkeit hofft die Kammer, dass das Handwerk für die nächste Landesregierung Priorität behält. Die Forderungen spiegeln dringende Bedarfe eines Sektors wider, der zehntausende Arbeitsplätze in Baden-Württemberg sichert.

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